Der Ausbaudruck steigt auch in der Einhardstadt stetig

In Seligenstadt gibt es 1400 Betreuungsplätze für Kinder

Zwei Kleinkinder, ein Junge und ein Mädchen, spielen in einer Betreuungseinrichtung mit bunten Bauklötzen.
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Vom ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschulzeit stellt die Stadt Seligenstadt Betreuungsplätze bereit.

Derzeit stehen in allen Seligenstädter Kinderbetreuungseinrichtungen knapp 1400 Betreuungsplätze für Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschulzeit zur Verfügung. Die Ermittlung des Betreuungsbedarfes sowie Planung und Koordination des Platzangebotes gehören zu den zentralen Aufgaben des Amtes für Kinder, Senioren, Sport und Kultur, mit insgesamt mehr als 80 beschäftigten Personen das größte Amt im Rathaus.

Seligenstadt – Der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder im Krippenalter bis zum Ende der Grundschulzeit steigt seit Jahren stetig und damit auch der Ausbaudruck auf die Kommunen. Die Stadt Seligenstadt reagiert darauf seit Jahren mit vielfältigen Ausbaumaßnahmen. Im Jahr 2020 stand neben der Fertigstellung des Anbaus der Kita Käthe Münch und der Etablierung der Kita Sonnengesang der Ausbau der Grundschulbetreuung im Fokus. So folgten zum Ende des vergangenen Jahres die Fertigstellung des Anbaus der Schulbetreuung an der Alfred-Delp-Schule sowie der Start der Planungsarbeiten für ein neues Betreuungsgebäude an der Konrad-Adenauer-Schule.

Zur Sicherung der Fachkräfte für diese Einrichtungen bereitete das Amt für Kinder, Senioren, Sport und Kultur gemeinsam mit dem Rechts- und Personalamt den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vor, den Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas eine befristete Arbeitsmarktzulage zu gewähren. Damit wurden die Bezüge dem außertariflichen Niveau angeglichen, das bereits in Nachbarkommunen bezahlt wird.

Die wesentliche Herausforderung im Vorjahr bestand in der gemeinsamen Umsetzung der Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung. Des Weiteren galt es, sich mit allen Einrichtungen auf die Aussetzung der Gebühren zu verständigen und für die Gremien Vorlagen vorzubereiten, wie mit den Elternbeiträgen in dieser Zeit umgegangen werden soll. Im November fassten die Stadtverordneten den Beschluss, die Defizite, die in allen Einrichtungen in Folge der Mindereinnahmen bei den Elternbeiträgen aufgrund des Betretungsverbots entstanden sind, auszugleichen um somit sicherzustellen, dass die Eltern oder die Träger dafür nicht aufkommen müssen.

„Auch wenn es im Corona-Jahr 2020 vorrangig darum ging, die Betreuungsangebote durch entsprechende Hygienemaßnahmen zu sichern, steht für uns der weitere Ausbau des Betreuungsangebotes im Fokus. Die Stadt stellt sich dieser Aufgabe weiterhin mit großem Engagement, gemeinsam mit allen Trägern“, so Bürgermeister Daniell Bastian.

Die meisten Beschäftigten des Amtes für Kinder, Senioren, Sport und Kultur arbeiten außerhalb des Rathauses in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen Kita Käthe Münch, in der Krippe Minimäuse, der pädagogischen Betreuung an der Emma- sowie an der Konrad-Adenauer-Schule. In diesen städtischen Einrichtungen werden insgesamt rund 410 Kinder betreut.

Daneben ist das Amt auch zuständig für die Finanzierung der anderen Kinderbetreuungseinrichtungen in der Stadt in kirchlicher oder privater Trägerschaft. Kirchliche Kinderbetreuungseinrichtungen sind die katholische Kita St. Cyriakus in Klein-Welzheim, die katholische Kita St. Margareta in Froschhausen sowie die katholische Kitas St. Josefshaus und St. Marien und die evangelischen Kitas Regenbogen und Niederfeld in der Kernstadt. Daneben gibt es die Einrichtungen freier Träger, wie die Krippe Burg Wirbelwind, die Kita „Die Wilde 13“, die Kita Sonnengesang sowie die Betreuungseinrichtungen an den Grundschulen in Froschhausen und Klein-Welzheim. Das Amt für Kinder, Senioren, Sport und Kultur übernimmt in diesen Einrichtungen die nicht durch Elternbeiträge und Landesmittel gedeckten Betriebskosten. Im Vorjahr betrug der Zuschussbetrag mehr als vier Millionen Euro für etwa 1 000 Betreuungsplätze.  (mho)

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