Keine Zustellung, keine Briefwahl

Seligenstadt - (sig) Weil die Post Briefwahlunterlagen nicht rechtzeitig zugestellt hat, konnten vier Seligenstädter bei der Landtagswahl am Sonntag ihre Stimme nicht abgeben. Wie Erste Stadträtin Claudia Bicherl mitteilte, hatten mehrere Wahlberechtigte ihre Unterlagen nicht rechtzeitig erhalten.

Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams bestätigte auf Anfrage, dass sechs Seligenstädter am 14. Januar und einer am Tag darauf die Unterlagen beantragt hatten. Diese hätten noch am jeweils selben Tag das Rathaus verlassen, von der Post wurden sie jedoch erst am vergangenen Montag zugestellt. Drei Wahlberechtigte konnten dennoch ihre Stimmen abgeben, weil sie am Sonntag vor 15 Uhr im Wahlbüro erschienen sind.

Post-Sprecher Alexander Böhm hat für den Fehler keine Erklärung. Sämtliche Postsendungen werden zunächst ins Briefzentrum Offenbach gebracht, dort in der Nacht sortiert und in die einzelnen Kommunen transportiert, um am nächsten Tag an die Adressaten verteilt zu werden. Warum das im Falle der Seligenstädter Unterlagen schief ging, damit beschäftigt sich nun ein Mitarbeiter der Post, der sich mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzt. So gelte es unter anderem herauszufinden, welche(r) Briefträger in dem oder den Bezirken unterwegs war. Der Mitarbeiter werde dann befragt. „Wir können uns nur bei den Wählern entschuldigen und geloben Besserung“, sagte Böhm.

Die drei Wähler, die dennoch ihre Stimme abgeben konnten, erschienen rechtzeitig im jeweiligen Wahlbüro. Der Sachverhalt ist in der Landeswahlordnung geregelt. Versichert ein Wahlberechtigter glaubhaft, dass ihm der beantragte Wahlschein nicht zugegangen ist, kann ihm bis zum Wahltag, 15 Uhr, ein neuer Wahlschein zugeteilt werden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare