Kfd-Sitzung

Feuertaufe für den Pfarrer

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Seligenstadt - Gleich drei Premieren haben jüngst die Gäste der Kfd-Sitzung erlebt. Ein Wiesegiggel aus dem Schlumberland stieg zur Sitzungspräsidentin auf, Pfarrer Selzer bewältigte erfolgreich sein Fastnachtsdebüt, und Ex-Chefin Uschi Stadler präsentierte sich erstmals in ihrer neuen Rolle als Büttenrednerin.

Mit einem Prolog eröffneten Lena Freudenberger und Julika Steinert die Sitzung. „Jetzt geht’s los, macht alle mit - unsere Sitzung wird der Hit!“ Zur Überraschung vieler zog Ursula Stadler, die sich im letzten Jahr als Präsidentin verabschiedet hatte, zunächst wieder mit dem Elferrat in den Riesen ein. Nach der Begrüßung lüftete sie dann aber doch das Geheimnis und stellte Traudel Höfling, ein echter Wiesegiggel aus dem Schlumberland, dem närrischen Publikum als neue Sitzungspräsidentin der Kfd-Frauensitzungen vor. Mit ihrem Gemütszustand hielt die neue „Chefin“ in ihrer Antrittsrede nicht hinterm Berg: „Ich bin vor Aufregung fast am Sterbe, denn ich weiß, ich übernehm‘ ein schweres Erbe.“

Direkt im Anschluss folgte die erste offizielle Amtshandlung der neuen Präsidentin: die Begrüßung und Vorstellung des Prinzenpaares, Prinzessin Christina und Prinz Thomas mit Pagen, Till und Ministern. Nach dem offiziellen Teil ging es weiter im kurzweiligen Programm. Den närrischen Reigen eröffneten die Tänzerinnen des Heimatbund-Midi-Balletts „Fireflies“. Die jungen Mädchen zeigten ihren Tanz „Brasilianische Nacht“ und begeisterten mit ihrer Choreographie das Publikum. Sein Fastnachtsdebüt hatte Pfarrer Stefan Selzer. Er strapazierte gehörig die Lachmuskeln, als der angebliche Nicht-Fastnachter versuchte, „Ritz am Baa“ zu interpretieren. Hut ab, Herr Pfarrer – klasse gemacht!

Eine witzige Show

Zwei Mülltonnen mit Leben drin, so lautete die Anmoderation der witzigen Show von Jutta Prinz und Steffi Korger. Sie bewiesen den Zuschauern, dass auch Mülltonnen sehr musikalisch sein können. „Ohne Moos nix los, ohne Knete keine Fete!“ Lina Scholz und Tina Fecher berichteten frech und witzig von den Leiden junger Damen, denen es am nötigen Kleingeld fehlt und von den Möglichkeiten, das Taschengeld aufzubessern. Mit viel Charme präsentierten Katrin Bauer, Anne-Bärbel Hufnagel, Daniela Hufnagel, Klaudia Schrod und Janina Wolf kurz darauf die schon traditionelle Moritat und erzählten lustige Geschichten aus dem Städtchen. Mit dem „Bazillus Fastnaticus“ infizierten Nadine Kley als Psychologin und Marina D’Alessio als Globetrotterin ihr Publikum und ernteten dafür großen Applaus.

Die Funkemariechen Lisa Wellner und Ivana Jokic der Seligenstädter Fastnachtsfreunde zeigten einen schmissigen Tanz und ernteten dafür eine „Rakete“. „Ich schreib’ in Zukunft, da seid ihr platt, auch fürs Sellestädter Heimatblatt“, so die Käsblattliesel Rosi Kühn, die das Publikum mit ihrem kurzweiligen Vortrag auf ihrer Seite hatte. Als fesche Matrosen kamen die Damen vom Elferrat nach der Pause auf die Bühne und wirbelten kurz darauf synchron über die Bühne. Edith Sprey kam als Hausfrau, die eine alte Kommode geerbt hat, und berichtete über die Tücken des alten Möbelstücks. „Zieh hiwwe, driwwe und in de Mitt – die Schublad sitzt wie eigekitt!“

Von Welzheim nach Seligenstadt

Aus dem Wilden Welzheim nach Seligenstadt geritten kamen die „Welzemer Moa-Mädcher“ und zeigten ein gelungenes Gesangs-Potpourri unter dem Motto „Von den Blauen Bergen kommen wir“. Mit bekannten Liedern, die jeder mitsingen konnte, brachten sie den Saal zum Toben. Seligenstadt wird Wallfahrtsort und sie selbst „Devotionalien-Verkäuferin“. Mit viel Witz präsentierte Lucie Post ihre Ideen, wie sich die Stadt, Gastronomie und Geschäfte darauf vorbereiten könnten. Mit einer akrobatischen Tanzeinlage und absoluter Synchronität bewies die erste Garde der Seligenstädter Fastnachtsfreunde, dass sie zu Recht das Aushängeschild des Vereins ist. Das Publikum dankte es den Tänzerinnen mit nicht enden wollendem Applaus.

In neuer Rolle präsentierte sich Ex-Präsidentin Uschi Stadler. Als Büttenrednerin erzählte sie so einiges über Männer und deren Fehler – kein Wunder, dass sie dabei alle Frauen im Saal auf ihrer Seite hatte. Auf die Suche nach einer neuen Sitzungspräsidentin machten sich die „Dippelscher“ (Monika Weber, Claudia Millitzer, Hilde Stadtmüller, Monika Sommer und Susanne Wollenweber, am Akkordeon Roland Grimm) als Cowgirls. Sie schlugen unter anderem die Queen, Angela Merkel und ein Jacob-Sisters-Dreigestirn als Nachfolgerinnen vor.

„Ihr könnt mich bewunnern, doch lasst euch net blüffe, drei Woche hat mer an meim Outfit geschliffe!“ Karin Fuchs gefiel mit ihrem Vortrag „Auf der Schönheitsfarm“ und brachte als letzter Programmpunkt den Saal noch einmal richtig zum Beben. Musikalisch begleitet wurde die vierstündige Sitzung von Robert Roth. Stolz und glücklich über eine gelungene Kfd-Sitzung bat Traudel Höfling zum Schluss das Prinzenpaar und alle Aktiven zum großen Finale auf die Bühne. „Mir fehle die Worte, es war einfach nur schee – danke an Euch da unne und an alle Aktiven im Namen der Kfd!“

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