Klimaschutz geht alle an

Seligenstadt - Wie kann Seligenstadt die Energiewende und den Klimaschutz meistern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit einiger Zeit eine sogenannte Steuerungsgruppe.

Sie begleitet die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für die Stadt, das die Wege in die Energiezukunft aufzeigt.

Klar war für die Steuerungsgruppe bei ihrer letzten Sitzung: Bis 2050 soll ein großer Teil des heutigen Energieverbrauchs eingespart werden, vom verbleibenden Bedarf soll mehr als die Hälfte „erneuerbar“ sein und in der Stadt selbst produziert werden. Aus eigener Kraft wird sich Seligenstadt jedoch nur schwer versorgen können.

So stellt sich die Frage, woher Seligenstadt langfristig das begehrte Gut Energie beziehen kann – und zu welchem Preis. Auch vier Schülergruppen der Einhardschule haben sich unter fachlicher Anleitung Gedanken zum Thema gemacht. Ihre Ziele für die Produktion erneuerbarer Energien sind dabei noch ehrgeiziger gesteckt: Für sie ist sogar der Export von Energie denkbar.

Theoretisch machbar wäre dies, allerdings müssten dafür erheblich größere Flächen für Wind- und Sonnenkraft bereitgestellt werden. Die Steuerungsgruppe hat deshalb beschlossen, gemeinsam mit Jugendlichen entscheidende Zukunftsfragen zu diskutieren und hofft hierfür auf rege Beteiligung der jungen Generation, die in Zukunft wohl besonders von den Folgen von Energieknappheit und Erderwärmung betroffen sein wird.

Ziel ist das anschließende Verfassen von Empfehlungen zur Energie- und Klimaschutzpolitik an die Stadtverordnetenversammlung. Doch auch alle anderen Bürger haben die Möglichkeit, mitzureden: Am Dienstag, 15. Januar, diskutiert die Steuerungsgruppe mit Interessierten von 17 bis 21.30 Uhr im Feuerwehrhaus in Seligenstadt. Themen der zweiten „Klimaschutzwerkstatt“ sind kurz-, mittel- und langfristige Möglichkeiten von Stadt, Wirtschaft und Bevölkerung, am Umbau der Energieversorgung mitzuwirken. 

Energiewende in Hessen

jb

Rubriklistenbild: © dpa

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