Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen treffen Vorkehrungen für Kommunalwahl

Ostkreis: Sicheres Abstimmen dank strengem Hygienekonzept für Wahllokale

Frau mit Maske im Gesicht und Stimmzettel in der Hand in einem Wahllokal auf dem Weg zur schwarzen Wahlurne.
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Maskenpflicht, Abstand halten, Hände desinfizieren: Wer am 14. März ein Wahllokal aufsucht, soll auch dort vor Ansteckung geschützt werden.

Abstimmen trotz Corona, das soll am 14. März zur Kommunalwahl auch im Ostkreis ohne Sorge vor einer Ansteckung möglich sein. Wer sich nicht für die stark beworbene Briefwahl entscheidet, muss sich darauf verlassen können, dass für die Wahllokale entsprechende Vorkehrungen getroffen werden.

Ostkreis – Die Stadt Seligenstadt hat auf Anfrage der Grünen unlängst ihr Hygienekonzept für die Wahllokale vorgestellt, das auch auf der städtischen Homepage zu finden ist. Demnach soll, soweit räumlich möglich, der Wahlvorgang begegnungsfrei ablaufen. Erwartungsgemäß ist das Tragen einer Maske für Wahlhelfer und Wähler Pflicht. „Da es sich bei den Lokalen um öffentliche Räume handelt, gehen wir auch von einer Pflicht der medizinischen Masken aus. Es kann aber natürlich auch sein, dass sich die Vorgaben bis März wieder verändern“, sagt Ilka Haucke, im Rathaus verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit. Kurz vor dem Wahltermin wolle man daher noch einmal konkret informieren.

Desinfektionsmittel für Flächen und Hände sowie Einweghandschuhe, insbesondere für das Zählen der Stimmzettel, sollen in allen Wahllokalen in Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen für Schutz sorgen. Die Wähler erhalten zudem Einwegkugelschreiber, die entweder entsorgt oder mitgenommen werden können. In Mainhausen werden die Stifte eingesammelt und desinfiziert.

Um den erhöhten Briefwahlzahlen Rechnung zu tragen, wurden in Seligenstadt die bisher fünf Briefwahlbezirke neu in sieben Bezirke aufgeteilt. In der Kernstadt gibt es demnach fünf statt bisher drei Bezirke, in Froschhausen und Klein-Welzheim weiterhin jeweils einen.

Corona-Tests für die Helfer in Seligenstadt und auch den angrenzenden Gemeinden sind zu keinem Zeitpunkt vorgesehen. Diese würden vom Landeswahlleiter bisher auch nicht forciert, informiert Seligenstadts Bürgermeister Daniell Bastian. Sofern Wahlhelfer die Tätigkeit aus persönlichen Gründen ablehnten, respektiere man dies. Ob die Helfer Risikogruppen angehören oder nicht, habe bei der Ernennung keine Rolle gespielt. „Es sind bereits einige Wahlhelfende an uns herangetreten, die gerade nicht wegen ihres Alters und der damit verbundenen pauschalen Zuordnung zu einer Risikogruppe vom Wahldienst ausgeschlossen werden wollen“, antwortet Bastian auf die Anfrage der Grünen.

Mit einer „Einbahnstraßenregelung“ wollen auch die Gemeinden Hainburg und Mainhausen für ihre Wahllokale einen möglichst begegnungsfreien Zu- und Ausgang sicherstellen. Zu kleine Wahlräume werden verlegt, in Mainflingen beispielsweise zieht das Wahllokal Kita Panama in die Sporthalle am Bürgerhaus um, in Zellhausen wird statt in der Kita Klecksehaus und im Alten Rathaus nun in der Sporthalle an der Rheinstraße gewählt. Dadurch könnten bei ausreichendem Abstand mehr Wahlkabinen gestellt werden, um Wartezeiten zu reduzieren, informiert Kirsten Zöller für den Gemeindevorstand Mainhausen.

Maximal drei Wähler gleichzeitig dürfen sich in den Räumen aufhalten, die übrigen müssen vor den Eingängen mit 1,5 Metern Abstand zueinander warten. Für jedes Wahllokal wurden Spuckschutzwände angeschafft, die Kabinen werden regelmäßig desinfiziert.

In den Räumen müssen medizinische Masken getragen werden, „diese werden für Wähler ohne eigene Maske kostenfrei bereitgehalten“, so Hainburgs Gemeindewahlleiter Christoph Kopp. Gleiches gilt für Mainhausen. Die Wahlhelfer selbst werden mit FFP2-Masken ausgestattet und hinsichtlich des Hygienekonzepts geschult.

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