Mit vier Gewürzen die Jury überzeugen

Konditor bei „Deutschlands bester Weihnachtsbäcker“

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Konditormeister Florian Löwer bei den Dreharbeiten für die ZDF-Sendung in seiner Aschaffenburger Filiale.

Seligenstadt - Pflichtprogramm für Leckermäulchen: Heute Nachmittag (15.05 Uhr) zeigt das ZDF eine weitere Folge der Staffel „Deutschlands bester Weihnachtsbäcker“. Von Sabine Müller

Unter den drei Kandidaten, die sich diesen Donnerstag für den Titel qualifizieren wollen, ist der Aschaffenburger Konditor Florian Löwer. Seine Patisserie und Schokoladenvariationen gibt es auch in der Seligenstädter Filiale. Kunden hätten ihn vorgeschlagen, erklärt Florian Löwer, wie die Aufforderung des Fernsehsenders zustande kam, er solle sich beim Back-Wettbewerb bewerben. Nach „Deutschlands bestem Bäcker“ sucht das ZDF seit dem 30. November in 18 Folgen „Deutschlands besten Weihnachtsbäcker“. Mit gleichem Sendeplatz – montags bis freitags jeweils 15.05 Uhr – und bewährtem Chef-Juror Johann Lafer. Dem Sternekoch zur Seite steht Konditor-Weltmeisterin Eveline Wild, dritter Verkoster im Bunde ist Ian Baker, Patissier des Jahres 2015. Auch Zuckerbäcker Löwer hat sich mit gerade mal 36 Jahren bereits süße Meriten erworben, ist Deutscher Konditoren-Meister 2005 sowie Dritter bei der Konditoren-WM 2006. Seine Ladenfiliale am Freihofplatz in Seligenstadt gibt es seit 2009, zwischenzeitlich wurde sie um ein Café erweitert. Zwei weitere Standorte sind in Aschaffenburg und Hösbach.

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„Ich habe gehört, 500 hatten sich deutschlandweit beworben, 36 konnten am Wettbewerb teilnehmen“, berichtet der Aschaffenburger und freut sich über die Nominierung. Ende September steuerte der Filmstab seinen Betrieb an, in dem drei Meister, vier Gesellen und zwei Lehrlinge im Konditoren-Handwerk kreativ sind. Die Jury hatte angekündigt, spontan etwas probieren zu wollen – eine Herausforderung: „Eine Woche vorher waren wir in Hösbach in die neue, größere Backstube umgezogen, gleichzeitig mussten wir möglichst viel Weihnachtliches herstellen, also Stollen, Gebäck, Lebkuchen und winterliche Pralinen.“ Dabei legt Florian Löwer großen Wert auf traditionelle Produktion. Fertigmischungen, künstliche Farb- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker oder Stabilisatoren sind tabu.

Wie werde ich...? Konditor/in

Eveline Wild und Ian Baker entschieden sich schließlich für ein Johannisbeer-Makronen-Gebäck, berichtet Florian Löwer. Speziell zur Weihnachtszeit offerierte er Mandelpralinen Quatre-épices, also mit einer Gewürzmischung aus Muskat, Zimt, Nelke und Pfeffer. Die Spannung stieg bei den Aschaffenburgern, als die Tagesaufgabe bekannt gegeben wurde: Innerhalb weniger Stunden sollte ein Kuchen im Glas entstehen. Ganz schön kniffelig, wenn man das noch nie gemacht hat. „Wir haben überlegt: Was schmeckt noch nach Weihnachten? Und wie bekommen wir das hin?“ Bei den Dreharbeiten vor Ort entstand dann ein Schokoladenkuchen mit Zwetschgen-Kirsch-Kompott und Bittermandel-Streuseln, der im Wasserbad gar wird und aus dem 200-Milliliter-Gläschen gelöffelt werden kann.

Ob Löwers hohe Kunst der Konditorei die Zimttaler von Tanja Albrecht aus Miltenberg, die französische Bûche de Noël von Jesco Mann aus Langen und deren Glas-Kuchen aussticht, dürfen die Teilnehmer natürlich nicht vorab verraten. Das Fernsehpublikum soll in Spannung bleiben. Im kurfürstlichen Schloss in Koblenz entscheiden Lafer, Wild und Baker, welche drei Tagessieger letztlich im großen Finale am 23. Dezember gegeneinander antreten werden. Sollte Florian Löwer ohne Siegerurkunde aus dem Wettbewerb hervorgehen, gehen doch seine Kunden nicht leer aus: Alle drei im Rahmen der Sendung entstandenen Kreationen wird man in seinen Geschäften kaufen können, verspricht der Konditormeister.

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