Musikalische Weltenbummler

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Hagit Halaf und Christoph Emmanuel Langheim gastieren als String-Duo erstmals in der Einhardstadt.

Seligenstadt (sig) - Im stimmungsvollen Ambiente des Edith-Stein-Saales im St. Josefshaus (Jakobstraße 5), erwartet die Besucher der Seligenstädter Klosterkonzerte am Freitag, 16. März, ein besonderes musikalisches Ereignis: Ab 20 Uhr gastieren in der ehemaligen Kapelle Hagit Halaf und Christoph Emmanuel Langheim (Viola).

Das in Frankfurt lebende Paar hatte sich an der Musikakademie in Tel Aviv kennengelernt. Nach der Heirat im Jahre 2000 haben sie sich im darauf folgenden Jahr auch musikalisch zusammengetan und in Wien ihr String-Duo gegründet.

Langheim wurde im gleichen Jahr von Riccardo Chailly zum Solo-Bratschisten im Orchestre Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi ernannt. Hagit Halaf hatte ihr Solistendebüt in Paris mit dem European Philharmonic Orchestra gegeben. Seit 2002 wirkt sie regelmäßig in den Ersten Geigen der Filharmonica della Scala in Mailand und im Opernorchester des Hauses mit. Sowohl im Darmstädter Opernorchester als auch im Opernhaus- und Museumsorchester Frankfurt ist sie als Gast tätig. In dieser Funktion ist auch Christoph Langheim dort zu hören, wie auch unter anderem im BBC National Orchestra of Wales und dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra.

Auftritt im Stein-Saal

In jüngerer Zeit, mit dem nunmehrigen Lebensmittelpunkt Frankfurt, haben sich Halaf und Langheim verstärkt ihrem Streich-Duo zugewandt, in welcher Besetzung sie in verschiedenen Ländern Europas konzertiert haben, ferner in Israel und den USA, dort unter anderem in der New Yorker Carnegie Hall.

Das nicht alltägliche Programm verspricht einen bereichernden Abend. Neugierig macht Freunde der klassischen Musik schon das einleitende Stück des Norwegers Johan Halvorsen (1864-1935) „Passacaglia für Violine und Viola“ nach der Suite für Cembalo Nr. 7 in g-Moll von Georg Friedrich Händel (1685-1759). Es folgt von Franz Schuberts (1797-1828) Ave Maria (Ellens Gesang – III Hymne an die Jungfrau) op. 52 Nr. 6, D839, in einer Transkription für Violine und Viola von Langheim. Giovanni Pacini (1796-1867) war ein in der Toskana verwurzelter zu seiner Zeit bekannter Opernkomponist. Die Cavatina „Cara adorata immagine“ aus der Oper „Il Barone di Dolsheim“ bringen Violine und Viola zu Gehör. Zum Programm gehört auch Gioachino Rossini (1792-1868). Von ihm bringt das Duo “Sorgete e in si bel giorno” der Arie für Bass-Stimme aus der Oper Maometto II zu Gehör. Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Transkription für Violine und Viola von Antonio Mussi (Anfang 19. Jahrhundert). Es folgt „Il Barbiere di Seviglia, Sinfonia“ in der Fassung einer Transkription von Francesco Tasca (19. Jahrhundert).

Vollblutstreicher reizt immer wieder der legendäre Genueser Nicolo Paganini (1782-1840). In der Fassung für Violine und Viola erklingt „Il Carnevale di Venezia“. Mit Riccardo Joshua Moretti ist ein Zeitgenosse (geboren 1951) im Programm, der als Komponist von Filmmusiken bekannt geworden ist. Von ihm erklingen „Pezzi ebraici“ – Jüdische Lieder – die für Violine und Viola von Emilio Grezzi und Christoph Langheim eingerichtet wurden. Zum Abschluss dann drei „Tango nuevo“ von Astor Piazzola (1921-1992): „Inverno porteño”, „El Desbande” und „Otoño porteño”.

Karten kosten 16, ermäßigt elf Euro. Vorverkaufsstellen sind die Buchhandlungen Bücherwurm, Gustav Sprey und buch+design in Seligenstadt sowie die Hainstädter Bücherstube Klingler. Eine Abendkasse ist ebenfalls eingerichtet.

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