Kostspielige Angelegenheit

Stadt unterstützt wieder Vereine und Verbände

Seligenstadt - Die Sport- und Kulturstadt Seligenstadt subventioniert ihre Dachorganisationen, Vereine und sonstigen Gruppierungen aus mehreren Haushaltstöpfen. Auch im neuen Jahr unterstützen die Steuerzahler Investitionen, Sportstättenpflege und Fördervorhaben.

Nach dem Sparhaushalt 2017 hat die Stadt Seligenstadt auch im Etat für das neue Jahr sämtliche freiwilligen Leistungen in vollem Umfang eingeplant. Davon profitieren Vereine und Verbände, die sich auf den Gebieten Sport, Musik und Kultur engagieren. Die monetären und nicht-monetären Leistungen (wie zum Beispiel die Bereitstellung und Pflege von Sportanlagen) der Stadt für ihre Vereine liegen jährlich bei etwa 800.000 Euro.

Unter anderem fördert die Stadt Investitionen der Vereine aktuell mit knapp 32.000 Euro. Hinzu kommen 1000 Euro aus dem Kulturfonds. Auf der Förderliste stehen 15 örtliche Vereine, außerdem erhält das Regionalkantorat einen Zuschuss von 1000 Euro für seiner kirchenmusikalischen Konzertreihe. Die entsprechenden Beschlüsse fasste der Magistrat vor wenigen Tagen. „Investitionen in neue und bestehende Vereinsanlagen, insbesondere in Sportanlagen, sind eine kostspielige Angelegenheit. Damit unser auch in Zukunft garantiert bleibt, sind neben dem Neu- und Ausbau kommunaler Einrichtungen, die wir regelmäßig zur Nutzung zur Verfügung stellen, Investitionen in Vereinsanlagen ebenso wichtig“, so Bürgermeister Dr. Daniell Bastian.

Die Zuschüsse richten sich nach der Summe der von den Vereinen getätigten Investitionen. Dabei bezuschusst die Stadt gemäß ihren Vereinsförderungsrichtlinien bauliche Maßnahmen mit 15 Prozent und Anschaffungen von Gerätschaften für die Vereinsarbeit mit 25 Prozent. Förderungen erhalten der ASC Anglerruh, der Verein „For Amusement Only“, die Feuerwehr und der Golfclub, IG Hund und Mensch, Luftsportverein, OGV Froschhausen, Reit- und Fahrverein, Schützenverein Klein-Welzheim, Seligenstädter Sportschützen, Sportfreunde, Stadtkapelle, TGS Seligenstadt, TuS Froschhausen und der Wassersportclub.

Von der klassischen Vereinsförderung nach der städtischen Förderliste profitieren auch im neuen Jahr wieder mehr als 100 Vereine. Der Löwenanteil geht an die 16 Sportvereine. Aus dem Teilhaushalt des Amts für Kinder, Senioren, Sport und Kultur geht hervor, dass die Musik- und Gesangsvereine im Zuge der Vereinsförderung mit insgesamt rund 23 .000 Euro rechnen können. Bei der „Heimat- und sonstige Kulturpflege“ (87.000 Euro) sind die Vereinszuschüsse als Wiederholung des Vorjahresansatzes geplant: Kulturvereine 50 500 Euro als jährliche Vereinsförderung; Kulturring 6000 Euro als Zuschuss der Konzertreihe; Kunstforum 5 624 Euro Jahreszuschuss; Heimatbund 1500 Euro für Adventskonzerte und Blumenwettbewerb; Europäischer Freundeskreis (EFS) 8000 Euro für sein Austauschprogramm. Hinzu kommen Schuldendiensthilfen für Heimatbund (Wagenbauerhalle, 19.500 Euro) und DLRG (Fahrzeughalle, 10.000 Euro).

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In der Sportförderung können die Vereine mit Zuschüssen von 85.000 Euro rechnen. Hinzu kommt ein Zins- und Tilgungszuschuss von 13.100 Euro an die Sportvereinigung (Erweiterung des Sportgeländes) und 32.000 Euro, die die Stadt für die Hallennutzung an den Kreis Offenbach überweist. Weitere 28.000 Euro erhält die TuS Froschhausen (Übertragung der Sportplatzpflege). Der Planansatz zur Unterhaltung des Schwimmbads liegt bei 170.000 Euro.

Zu verteilen gibt es zudem die alljährlichen 50.000 Euro als anteilige Ausschüttung des Sparkassen-Bilanzgewinns. Seit dem Haushaltsjahr 2017 ist die Verwendung der Anteile beim zutreffenden Sachkonto veranschlagt und wird bei der Aufstellung des Haushaltsplans von der Stadtverordnetenversammlung mitbeschlossen.

Die Mittel dürfen nur für öffentliche, dem gemeinen Nutzen dienende Zwecke verwendet werden. Für das neue Jahr ist folgende Verteilung geplant: Stadtarchiv 5 000 Euro, Musikschule Seligenstadt/Hainburg/Mainhausen 5 000 Euro, Betrieb der Volkshochschule 5 000 Euro, vier kirchliche Büchereien 5 000 EUR, Projekt FLIDUM des Flüchtlings-Arbeitskreises Willkommen 25.000 Euro sowie 5 000 Euro für die Spielplätze. (mho)

Rubriklistenbild: © dpa

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