„Krise in Region angekommen: 1000 Arbeitsplätze bedroht“

Hainburg - (paw) Festzeltbestuhlung musste beim Neujahrsempfang des Hainburger Gewerbevereins (GVH) im Foyer der Kreuzburghalle aufgestellt werden, um den mehr als 260 Gästen Platz zu bieten.

Unter ihnen erstmals alle Verwaltungsspitzen der drei Ostkreiskommunen sowie Vertreter des öffentlichen Lebens, aus Verbänden und Wirtschaft. Auch in der Region sei die Krise angekommen und bedrohe rund 1 000 Arbeitsplätze, sagte GVH-Vorsitzender Heinz Jäger zu Beginn. „Trotz vieler Hiobsbotschaften ist der Mut vorhanden, das Tief gut zu überstehen.“ Der Gewerbeverein habe in den letzten drei Jahren 67 Neuzugänge verzeichnet und aktuell 177 Mitglieder. „Wir in den Kommunen können keine Arbeitsplätze schaffen, aber die dazu notwendigen Rahmenbedingungen mit niedrige Gebühren und Steuern bieten“, erklärte Bürgermeister Bernhard Bessel. So habe Hainburg seine Schulden auf unter zwei Millionen Euro senken können, die Nullgrenze sei in zwei bis drei Jahren erreichbar. Gleichwohl werde die Gemeinde Investitionen in Bildung und Infrastruktur vorantreiben. „In diese Vorhaben werden wir die heimische Wirtschaft einbinden“, kündigte Bessel an. Konkret nannte er die Umlegung des Neubaugebietes „Im Löschem“ sowie Kanal- und Straßenbaumaßnahmen. Als Gastredner referierte Michael Homann, Vorstandsvorsitzender der Energieversorgung Offenbach (EVO), über die „Energieversorgung der Zukunft“. In den vergangenen 30 Jahren sei der Energiebedarf auf der Welt um das Dreifache gestiegen. „Fast 90 Prozent davon wird mit fossilen Energieträgern Erdgas, Kohle und Öl gedeckt.“ Sie werden sich auf Sicht massiv verteuern und seien zudem endlich. „Bei der Stromerzeugung führt kein Weg an erneuerbaren Energien vorbei.“ Die EVO habe als regionales Versorgungsunternehmen das Geschäftsfeld Umwelttechnik im vergangenen Jahr konsequent ausgebaut. „Wir wollen die Wertschöpfungskette für die Erzeugung von Strom und Wärme aus regenerativen Festbrennstoffen wie zum Beispiel aus Holz abdecken und dabei Energie aus der Region für die Region liefern.“ Vor diesem Hintergrund habe sich die EVO mit 51 Prozent an der IWO Pellet Rhein-Main GmbH“ beteiligt.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare