Einbahnverkehr und Umleitung über Mainflingen

Die Lebensader K185 wird bald zur Großbaustelle

+
Eine der neuralgischen Stellen im Zuge der Ausbauplanung für die Kreisstraße 185 zwischen der Kernstadt und dem Stadtteil Klein-Welzheim: Der Gewerbepark mit Supermarkt, Metzgerei und weiteren Betrieben sowie die Tankstelle auf der gegenüberliegenden Seite.

Seligenstadt - Die Sanierung der Wasserleitungen entlang der K 185 ist nur das harmlose Vorspiel. Wenn die Kreisstraße zwischen der Kernstadt und dem Stadtteil Klein-Welzheim, wie seit vielen Jahren gefordert, ab April acht Monate lang komplett umgebaut wird, zeigt sich, wie alternativlos diese Lebensader ist: Von Michael Hofmann

Verkehrsteilnehmer, Anwohner und Gewerbebetriebe müssen viel Geduld mitbringen und ziemliche Umwege in Kauf nehmen. Noch vor Beginn der achtmonatigen Arbeiten zur grundhaften Deckenerneuerung der Kreisstraße K 185 zwischen den Kreiseln am Arbeitsamt und an der Hauptstraße/Kettelerstraße/Ziegelweg in Klein-Welzheim war intensives Krisenmanagement gefragt. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian musste besorgte Betriebe im Gewerbepark samt Metzgerei Kuhn und Tankwart am Ortseingang Klein-Welzheim besänftigen und mit einigen unvermeidlichen Behinderungen vertraut machen.

Ausbaupaket für die K185 (v.l.): Roman Braun (Stadtverwaltung), Sonngard Kerst, Ute Fischer (Hessen Mobil), Dr. Bastian, Claudia Jäger, Suzanne Braake und Steffanie Herd (Hessen Mobil).

Beim anschließenden Rathaustermin betonte Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger die gute Kooperation mit der Stadt bei diesem nach der Würzburger Straße zweiten großen Infrastrukturprojekt der Einhardstadt innerhalb weniger Jahre. Doch auch sie hatte längst vom Unmut in Klein-Welzheim erfahren - und reagiert. „Im Rahmen der Umsetzung des Leitbildes Mobilität haben wir gemeinsam mit Hessen Mobil und der Stadt die ursprüngliche Planung noch einmal unter die Lupe genommen, um den Umbau unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer zu realisieren.“ Eine so umfangreiche Baumaßnahme - insgesamt werden etwa 2,5 Millionen Euro investiert, davon 680.000 Euro seitens der Stadt – sei immer mit gewissen Beeinträchtigungen der Anlieger verbunden. „Selbstverständlich haben wir uns intensiv mit allen Einwänden und Bedenken auseinandergesetzt“, versicherten die Erste Kreisbeigeordnete und Bastian, „deshalb wurde eine Lösung abgestimmt, die so weit wie möglich allen Erfordernissen Rechnung trägt. Aber: Wo gebaut wird, da gibt’s Einschränkungen.“ Primäres Ziel sei es, die Bauphasen so kurz wie möglich zu halten. Der Startschuss soll im April fallen, weil bis dahin der Zuwendungsbescheid durch das Land befristet ist.

  • Der erste Bauabschnitt, bis Juli terminiert, erlaubt weiterhin den zweispurigen Verkehr von Seligenstadt zum Rewe-Markt und zurück. Auf dem weiteren Abschnitt in Richtung Klein-Welzheim geht es dann nur im Einbahn-Verkehr in Fahrtrichtung Klein-Welzheim weiter. Die Umleitung in Richtung Seligenstadt führt über Mainhausen-Mainflingen.
  • Im zweiten Bauabschnitt, der sich unmittelbar anschließt und ab August beginnen soll, ist die K 185 von Seligenstadt bis zum Supermarkt nur im Einbahnverkehr Richtung Markt zu befahren. Dafür kann der Abschnitt zwischen Markt und Klein-Welzheim wieder in beiden Richtungen genutzt werden. Die Umleitung führt wie im ersten Abschnitt über Mainflingen. Der Radverkehr wird über den Mainuferweg umgeleitet.

So viel kosten Sie die zehn größten Verkehrssünden

Der Supermarkt erhält im ersten Bauabschnitt eine provisorische Zufahrt, auch die Tankstelle kann angefahren werden. Für die Rettungsdienste wird eine kleinräumige Umleitung eingerichtet, der Busverkehr fällt wegen der gesamten Bauzeit aus, die Haltstellen werden nicht bedient. Diese abgeänderte Variante sei „die verträglichste. Sie verzichtet auf die ursprünglich vorgesehene Einbahnregelung über den gesamten Zeitraum der Baumaßnahme, ohne den Bauzeitenplan zu verlängern“, so Jäger und Bastian weiter.

Lesen Sie dazu auch:

K185: Haltestellen, Radstreifen und Gehweg

Gleichwohl seien Alternativvorschläge geprüft worden. Eine Aufschotterung des Banketts für eine Behelfsstraße sei weder aus technischen noch aus planungsrechtlichen Gründen möglich, würde annähernd eine halbe Million kosten. Der Vorschlag, während über Ampeln die Zweispurigkeit zu ermöglichen, würde die Maßnahme um fast ein Jahr verlängern. Die Abschnitte müssten kürzer bemessen werden, darüber hinaus bestünde das Risiko gewaltiger Staus.

Suzanne Braake, Pressesprecherin von Hessen Mobil, die mit ihren drei Kolleginnen Sonngard Kerst (Dezernentin Bau Rhein-Main), Projektingenieur Ute Fischer und Steffanie Herd zum Termin nach Seligenstadt gekommen war, kündigte an, ihre Behörde werde vor Beginn und im Verlauf der Baumaßnahme über den Stand der Arbeiten informieren.

Blitzeis & Co.: Das ABC der Winterglätte

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare