Auslaufflächen ausgewiesen

Leinenzwang für Hunde: Satzung erweitert

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Seligenstadt - Ob der Leinenzwang während der Brut- und Setzzeit im kommenden Frühjahr greift? Zumindest beschlossen die Stadtverordneten jetzt mehrheitlich, die Ausweisung von Auslaufflächen für Hunde in die Satzung aufzunehmen.

Seit bald zwei Jahren beschäftigen sich Lokalpolitiker und Stadtverwaltung in Seligenstadt mit der ursprünglichen Forderung der Grünen-Fraktion nach einer Anleinpflicht für Hunde in der Feld- und Flurgemarkung und im Wald vom 1. März bis 15. Juni zum Schutz wild lebender Tiere.

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„Regelung ist völlig überzogen“

Die FDP-Fraktion war von Anfang an dagegen gewesen, kürzlich musste sie erneut eine Schlappe einstecken. Ihr Antrag, mit den Betroffenen zu sprechen, um einen Kompromiss und eine Änderung der Satzung zu erarbeiten, sowie Umwelt- und Naturschutzverbände und -behörden zu kontaktieren, um festzustellen, welche Bodenbrüter überhaupt in der Gemarkung vorkommen, wurde von allen anderen Parlamentariern abgelehnt.

Auslaufflächen für Hunde definiert

Im Gegenzug sprachen sich alle Fraktionen außer den Freidemokraten für einen gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnisgrünen aus, in dem die Auslaufflächen für Hunde definiert werden. Eine beigefügte Karte der Stadt zeigt, dass sich der Geltungsbereich der Anleinpflicht über einen Großteil der Gemarkung erstreckt. Ausgenommen sind: In Seligenstadt der Bereich zwischen Frankfurter Straße und Bahnlinie von der Bebauungsgrenze bis zur Umgehungsstraße sowie entlang des Radweges an der Frankfurter Straße zwischen Trieler Ring und Umgehungsstraße. In Klein-Welzheim der Bereich zwischen Ziegelweg und Wacholderweg von der Bebauungsgrenze bis Am Bachgewann. In Froschhausen das Gebiet zwischen dem Reitpfad und der BAB 3 von der Bebauungsgrenze bis zum Werniggraben.

Der FDP-Vorsitzende René Rock zeigte sich enttäuscht von diesem Beschluss: „Wir hätten uns gewünscht, dass man mit den rund 2 000 betroffenen Hundebesitzern spricht.“ Jetzt beobachte man, wie die Bürger das Angebot wahrnehmen. „Wer wird überhaupt angezeigt? Hilfspolizisten wären vonnöten.“ Die Grünen-Abgeordnete Stephanie Sticksel wollte ihn „beruhigen“ und erklärte, die Maßnahmen sei mit dem Umweltamt abgestimmt und mit der Vereinigung „Mensch und Hund“ beraten worden.

Hundewaschanlage in Gravenbruch

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sam

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