Punkte für Sex-Appeal

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Als Gastgeber begaben sich die Tänzer des Gesangvereins Germania mit ihrem „Fluch der Karibik“ als erste auf die Bühne in der überfüllten Heimatbundhalle.

Seligenstadt (th) - Nein, mit Fastnacht in der Fastenzeit hat es nichts zu tun. Vielleicht nur ein bisschen, den die Parallelen waren schon da: Kostüme, gute Laune, Partymusik, Spaß an der Freud.

Beim 4. Männerballett-Wettbewerb der Germania Seligenstadt wetteiferten zehn Teams um die Plätze. Alle Ballet-Männer, gestählt durch die gerade zu Ende gegangene Fastnachtssaison, tanzten auf der Bühne der Heimatbundhalle vor mehr als 450 Zuschauern. Es hatte schon ein wenig von der TV-Casting-Schau a la „Deutschland sucht den Superstar“: Viele Akteure brachten eigene Fanclubs mit, die plakatschwingend ihre Favoriten beklatschten und für Stimmung sorgten.

Bewertet wird die jeweilige Aufführung von einer zehnköpfigen Jury – in der jedes Team ein Mitglied stellt. Die Bewertungskriterien entsprechen dem Rahmen der Gaudi-Veranstaltung: Für Synchronität, Beweglichkeit, Sex-Appeal, Kostüm und Kreativität werden Punkte vergeben.

Aus der Region Offenbach nahmen Formationen der Germania, der Turngemeinde, der TGS, das Wagenbauer-Ballett, das Klein-Krotzenburger Männerballett, die PGAG-Tänzer und die Truppe „Just 4 Beer“ Zellhausen teil. Nicole Fecher, Organisatorin des Germania-Wettbewerbs: „Spaß an der Freude, das ist der Grund für diese Veranstaltung.“

Bayern überzeugen die Jury

Den verbreitete auch der Moderator des Abends, Michael „Mille“ Millitzer, erfahrener Sitzungspräsident der Fastnachtsfreunde. Und er schaffte es tatsächlich, das Fastenzeit-Unwort „Helau“ nicht über die Lippen zu bringen. Nicole Fecher verrät noch einen weiteren Grund für die Ballett-Party. „Unsere Jungs haben alle lang trainiert und an ihren Aufführungen gearbeitet. Mit diesem Wettbewerb wollen wir ihnen noch mal die Möglichkeit geben, vor Publikum aufzutreten.“ Und wer nicht die spektakulärste Performance auf die Bühne bringen konnte, hatte zumindest die Chance, einen Gaudi-Preis zu gewinnen. Ausgezeichnet wurden der „größte Fuß“, der „dickste Oberarm“ und der „längste Finger“ bei den zumeist nicht so zart gebauten Tänzern.

Letztendlich ging der Preis für das beste Männerballett nach Bayern: Die „Dabbefänger“ aus der Nähe von Miltenberg überzeugten den Großteil der Jury. Auf Platz zwei landete die Turngesellschaft Seligenstadt, Dritte wurde das Männerballett aus Klein-Krotzenburg. „Die sieben anderen Mannschaften wurde alle Vierte“, schmunzelt Nicole Fecher. Was ein echtes Männerballett ist freut sich über den Hauptpreis der Spaß-Veranstaltung: ein 30-Liter-Fass Bier.

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