Wichtiger Standortvorteil: Breitbandausbau in Seligenstadt und Hainburg geht voran

Breitbandausbau: Nur Mainhausen muss warten

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Das Netz der Zukunft nimmt Form an.

Ostkreis - Der Glasfaser-Ausbau der Telekom im Vorwahlbereich 06182 läuft auf Hochtouren. Ab September können in Seligenstadt die schnellen Anschlüsse mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gebucht werden.

In Hainburg informierten gestern Vertreter der Gemeinde und der Telekom über den Stand der Ausbauarbeiten. Einzig Mainhausen muss sich noch gedulden.
Etwa 13 Kilometer Glasfaser verlegt die Telekom in Seligenstadt, stellt 25 moderne Verteiler auf. Rund 9000 Haushalte sollen davon profitieren. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian zeigt sich erfreut über den zügigen Fortgang der Arbeiten. „Schnelle Internetverbindungen sind für unsere Stadt ein wichtiger digitaler Standortvorteil.“

In Klein-Welzheim ist der Tiefbau inzwischen abgeschlossen; die letzten Gruben werden derzeit verfüllt. Auch im nördlichen Stadtgebiet konnte der Tiefbau zwischenzeitlich erledigt werden, und die Montage der Glasfasern ist im Gang. Ebenso sind im südlichen und westlichen Teil der Stadt die Tiefbauarbeiten nahezu fertig. Für das Gebiet der Altstadt rund um den Marktplatz werden die Arbeiten dann mit der Stadtverwaltung terminlich abgestimmt.

Die aktive Technik wird, wie geplant, voraussichtlich im Spätsommer eingebaut. Für den 22. August, 20 Uhr, ist eine Informationsveranstaltung für Bürger und Gewerbetreibende im Riesensaal geplant, bei der sich Interessierte über den Ausbau und die dann verfügbaren Bandbreiten und Produkte schlaumachen und beraten lassen können.

Eine Bürgerversammlung zum Breitbandausbau ist auch in Hainburg geplant, ein Termin steht noch nicht fest. In der Gemeinde verlegt die Telekom acht Kilometer Glasfaser und stellt 16 neue Verteiler auf. Rund 6 500 Haushalte können dort nach Angaben des Unternehmens die schnelleren Anschlüsse nutzen. Jutta Hegwein, Regionalmanagerin der Deutschen Telekom, und Sebastian Stieber, Ausbauverantwortlicher für den Kreis Offenbach, berichteten gestern bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Alexander Böhn, Erstem Beigeordneten Christian Spahn und Peter Murmann vom Bauamt der Gemeinde über den Stand der Arbeiten.

Beim Pressetermin loben beide Seiten die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit. Die Gemeinde Hainburg hat die Ausbauarbeiten genutzt, diverse Gehwege zu erneuern und Straßenbeleuchtungen auf LED umzustellen. „Wir hatten das Glück, dass die Telekom an vielen Stellen Tiefbauarbeiten ausgeführt hat, wo ein Sanierungsbedarf bestand“, erläutert Bürgermeister Böhn. Relativ kostengünstig und in kurzer Zeit hätten somit die Gehwege in ganzer Breite erneuert werden können. Etwa 70.000 bis 80.000 Euro habe die Gemeinde in diesem Zusammenhang im Tiefbau investiert.

Reisen ohne Internet: Digital Detox liegt im Trend

Schon im vergangenen Jahr hatte die Telekom in Hainburg die ersten drei Verteiler aufgestellt. Diese sind seit Mai in Betrieb. Die Tiefbauarbeiten begannen im Anschluss an die letzte Frostperiode und sind in Hainstadt nahezu abgeschlossen. Bis Ende des Jahres soll auch in Klein-Krotzenburg alles fertig sein, sodass spätestens ab November alle Anschlüsse zur Verfügung stehen.

In Mainhausen soll mit dem Ausbau im kommenden Jahr begonnen werden. Wie Bürgermeisterin Ruth Disser mitteilt, hat die Telekom bereits angekündigt, einen Termin zur Planung der Tiefbauarbeiten mit der Verwaltung vereinbaren zu wollen. In der kleinsten Ostkreiskommune müssen Bürger und Unternehmen auf schnelleres Internet deshalb warten, weil der Vertrag mit dem derzeitigen Betreiber OR Network erst dann ausläuft.

Das Verlegen der Glasfaser kostet die Telekom 70.000 Euro pro Kilometer. Beim Download sind künftig bis zu 100 MBit/s möglich, beim Hochladen bis zu 40 MBit/s. Mit dem neuen Netz sollen Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sein. (kd/sig)

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