Am Telefon

Meldungen über falsche Polizisten

Seligenstadt -  Unbekannte haben sich am Donnerstagabend am Telefon als Polizisten ausgegeben und versucht, Bürger in Seligenstadt um Bargeld oder Schmuck zu bringen.

„Wir haben binnen zwei Stunden neun Meldungen über falsche Polizeibeamte bekommen“, berichtet Stationsleiter Josef Michael Rösch.
Einige der potenziellen Opfer konnten die Telefonnummer 06182/110 vom Display ihres Apparates ablesen. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein angeblicher Polizist „Martin Henkel“ und versuchte, sich das Vertrauen der Bürger zu erschwindeln und sie dazu zu bewegen, größere Summen Bargeld oder Schmuck zu übergeben. Mit seinen Lügengeschichten hatte der Anrufer aber bei den Seligenstädtern keine Chance, sodass nach Angaben der Polizei kein Schaden entstand. „Alles richtig gemacht“, lobt Rösch die Bürger, die sich umgehend auf der Wache an der Giselastraße meldeten.

Obgleich die Beamten seit Monaten vor dieser Masche warnt, reißen die Anrufe von Betrügern nicht ab. Vor diesem Hintergrund appelliert die Polizei, am Telefon keine persönlichen Daten, etwa zu den eigenen Lebensverhältnissen, preiszugeben und keine Angaben zu Wertsachen oder Vermögen in der Wohnung zu machen. Rösch betont, dass Polizeibeamte nicht am Telefon nach persönlichen Geldverstecken fragen und kein Bargeld oder andere Wertsachen „vorsorglich“ sicherstellen. Die Polizei ruft auch nicht mit der Notrufnummer 110 an. Der Rat des Polizeichefs: „Das Gespräch beenden und umgehend die Polizei informieren.“ (kd)

Polizeibeamte müssen belastbar sein

Rubriklistenbild: © dpa

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