„Netto is noch net do“

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Moritz und Felix Düll präsentierten den Badewannentango.

Froschhausen ‐ „Ganz Froschhause von Herzen bebt, wenn in Froschhausen die Fastnacht lebt." Unter diesem Motto steht die 56. närrische Kampagne beim Gesangverein Harmonie Froschhausen. Von Rudi König

Zu den Höhepunkten gehören wie immer die beiden Galasitzungen im Bürgerhaus, die am Wochenende stimmungsvoll über die Bühne gingen. Und eine Neuigkeit gleich vorneweg: An der Spitze des Harmonie-Elferrates gibt es demnächst einen Wachwechsel. Dies kündigte Sitzungspräsident Otto Schmitt an: „Ich sage nicht mehr viel, hier kommt Jürgen Kiehl." Kiehl moderierte die beiden Punkte vor der Pause, da sich Schmitt für seinen Auftritt beim Männerballett vorbereitete. Im nächsten Jahr führt er durch die zweite Hälfte des Programms bis er 2013 die Leitung komplett übernehmen wird.

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56. Harmonie-Galasitzung im Bürgerhaus

Doch der Reihe nach. Den närrischen Reigen eröffneten nach Brauch und Sitte die Tänzer der Mini- und Midigarde mit ihren flotten Tänzen. Die Spannung stieg, denn mit dem Einzug des Prinzenpaares stand der Höhepunkt der Veranstaltung vor der Tür. Alle Gäste erhoben sich von den Plätzen und blickten neugierig in Richtung Saaleingang. Wen haben die Prinzenpaarsucher Karli Bastkowski, Norbert Burkard, Bernd Rückert und Klaus Heeg dieses Mal ausgesucht? Unter tosendem Applaus stellte Karli Bastkowski die Tollitäten vor: Manni I (Manfred Brach) und Jessy I. (Jessica Scholze). „Als Prinzenpaar werden wir alles mitmache, denn Fastnacht in Froschhausen is ne tolle Sache. Drum hebt die Gläser mit Bier und Wein, es ist schön, euer Prinzenpaar zu sein", sicherten die neuen Tollitäten ihren närrischen Untertanen zu, nahmen als erste den von Karly Bastkowski gestalteten Orden in Empfang und begaben sich auf ihre Plätzen hoch auf der Bühne.

Als Pizzabäcker erschienen die Tänzer des Männerballetts.

Und weiter ging´s im närrischen Programm. Wie gewohnt wechselten sich tolle Gesangs-, Tanz- und Büttenvorträge ab. So erschien Balou der Bär auf der Bühne, denn die „Young & Happy Harmonists" präsentierten sich als Walt-Disney-Helden. Die Gruppe bilden Lisa Baumann, Daniela Baumann, Eva Baumann, Juli Becker, Melissa Beez, Nadine Beez, Felix Düll, Niklas Hartel, Svea Hartel, Pauline Hinzer, Maurice Hinzer, Anna Knedlik, Lia Kops, Samantha Korb, Lucy Korb, Elaine Löw, Paul Müller, Martin Müller, Anne Neumann, Samira Rodriguez, Tabea Salg, Leonie Salg, Anne Schwarz, Joanna Welzbacher, Emily van Zoggel, Ilenia Suhany, Jil Frommknecht, Giulia Busser, Emilia Busser, Lisa Werner, Luisa Ecker, Anna Hartmann, Katharina Wieck, Laura Babicic, Maja Frühling und Sophie Sigl. Chorleiter: Johannes Wallbaum, Betreuer: Beatrix Beez und Melanie Korb.

Monika Sticksel als Protokollerin in die Bütt

„Five, four, three, two, one": Nach diesem Countdown zeigte die Prinzengarde zur Melodie „I need a hero" ihren temperamentvollen Tanz. Eine Klasseleistung. Die Gruppe steht unter der Leitung von Nadine Böres und Tanja Malsy.

Nach ihrem gelungenen Debüt 2010 trat Monika Sticksel erneut als Protokollerin in die Bütt. Vortrefflich glossierte sie wieder Weltgeschehen und lokale Begebenheiten. „Meine Quellen waren zuallererst die Offenbach-Post und die Apotheken-Umschau, weil die nix kost," verriet sie gleich zu Beginn. „Und was war noch so in Froschhause gewese, ich konnte nix mehr spannendes lese? Außer, so hat mehr vernomme, sollten wir im November ein Supermarkt bekomme; einen Nettomarkt gleich draußen vorm Ort, ich war mit meinem Einkaufszettel schon drei Mal dort; aber nix zu sehen, von dem, was man da versprochen hat, wir müsse zum Einkaufe immer noch in die Stadt." Das war einfach wieder toll. Der Meinung waren auch die Gäste im Saal und ließen eine „protokollarische Rakete" steigen.

Mit „Tarzan" bot die die Gruppe „Dance for Harmonie"ein Tanzspektakel der Sonderklasse. Dabei bewältigten die Tänzer auch einige Hebefiguren.

Dem standen die Jungen und Mädchen von der Mini-Garde (Kira Baacke, Lara Baacke, Daniela Baumann, Eva-Maria Baumann, Nadine Beez, Lea Brach, Giulia Bußer, Lucie Korb, Samantha Korb, Annika Münch, Kaja Neuenhahn, Leonie Salg, Tabea Salg, Yannik Schmidt, Franziska Schwarz, Valentina Wagner, Joanna Welzbacher, Trainerinnen: Tanja Malsy und Sandra Sondergeld) mit ihrem Schautanz „Alice im Wunderland" nicht nach. Und die beiden Nachwuchstalente Moritz und Felix Düll - Prinzenanwärter für 2040? - setzten noch eines drauf. Moritz zog als Dr.-Sohn über seinen Vater her und zusammen mit Bruder Felix und Badewannenprinzessin Svea Hartl präsentierten sie den Badewannentango. Richtig gas gaben dann die Eser mit ihren Hits. Sie traten in neuer Besetzung (Jenny Malsy, Marie-Christin Simon, Tanja Malsy und Sandra Sondergeld) an, eine Augenweide. Die Stimmung toppte vor der Pause das Männerballett (Rüdiger Bergmann, Manfred Brach, Bo Bülow-Johannsen, Patrick Doumerc, Rüdiger Göbel, Hermann Holler, Rainer Löw, Norbert Malsy, Bernd Niedermeier, Karl-Heinz Orth, Bernd Schmal, Otto Schmitt) als Pizzabäcker. Der Saal tobte.

Ein Kracher die märchenhafte Fassenacht der Harmonisten (Märchenerzähler Ewald Ott, Norbert Malsy, neuer Chef vom Dienst Jürgen Haberer, Oliver Göbel, Robert Kraft, Hubert Malsy, Klaus Lautenschläger, Thomas Böres, Wolfgang Brinek, Dennis Reith, Marcel Haberer, Udo Walter, Idee: Bernd Rückert und Karli Bastkowski, Leitung: Johannes Wallbaum am Klavier). Dabei kam auch der fehlende Supermarkt zur Sprache: Er sei „net do“.

Sodann kündigte Otto Schmitt einen Gesundheitsberater an: „Der gibt euch Tipps, ihr werd schon sehn, dann könnt ihr mit 100 noch auf die Sitzung gehn". Beispiel gefällig: „Alte Herren mit Prostataproblemen werden nicht mehr behandelt. Begründung: Rentner haben doch Zeit zum Pinkeln." Sebastian Koch hatte die Lacher auf seiner Seite. Er sprach auch die anwesende Stadträtin Claudia Bicherl an: „Warum haben sie so einen schlechten Platz? Haben Sie die Partei gewechselt?“

„Tarzan": ein Tanzspektakel der Sonderklasse

Mit dem Schautanz „High School Musical" überzeugte die Midi-Garde (Lisa Baumann, Julie Becker, Sarah Beez, Janina Brinek, Nike Hambsch, Kira Vanessa Hehlemann, Elaine Löw, Benedikt Münch, Anne Neumann, Samira Rodriguez, Laura Scheich, Annika Schmidt, Carmen Eva Schwarz, Trainerinnen: Nadine Kiehl und Sandra-Vanessa Schmidt). Seit mehr als 30 Jahren gehört die Gruppe MaBaBu&Co zum festen Bestandteil des Sitzungsprogramms. Mit ihren fetzigen Liedern brachten sie die Zuhörer zum Mitsingen und Mitschunkeln. Das vom Publikum am Ende ausgesendete Signal war eindeutig: Die Gruppe MaBaBu darf sich nicht auflösen. Die vier Stimmungskanonen sind Hubert Malsy, Karli Bastkowski, Robert Kraft und Norbert Burkard. Nach zweijähriger Pause gab es dann ein freudiges Wiedersehen mit Willi Werner, in Froschhausen bekannt als Willi Wacker, an seiner Seite Ehefrau Angelika. Bei ihrem Vortrag „Fakir und Schlange" blieb kein Auge trocken. Lautes Babygeschrei kündigte mit „Tarzan" ein Tanzspektakel der Sonderklasse an. Die Gruppe „Dance for Harmonie" hatte sich ebenfalls von Walt Disney inspirieren lassen. Nicht nur im Dschungel, sondern auch im Bürgerhaussaal war der Bär los. Zur Gruppe gehören Melanie Böres, Nadine Böres, Daniela Bußer, Marlene Holler, Christine Lumme, Jenny Malsy, Tanja Malsy, Melanie Malsy, Nicole Niedermeier, Lara Ott, Jennifer Schmitt, Sandra Schmitt als Jane, Veronique Seebacher, Marie-Christin Simon, Sandra Sondergeld, Laura Sticksel, Viktoria Wagner, Dorothea Wagner, Felix Düll als Klein-Tarzan, Timo Keßler als großer Tarzan, Boris Malsy, André Fuchs, Timo Kirchgässner und Kai Sticksel als Gorillas. Trainerinnen: Jennifer Schmitt und Jenny Malsy.

Den letzten Programmpunkt gestaltete „Harmonie in Motion" mit Liedvorträgen. Zum gemischten Chor gehören Jürgen Haberer, Carmen Caciauna, Brigitte Gajewski, Klaus Heeg, Roland Korb, Raimund Werner, Ina Sticksel, Silke Mahr, Andrea Werner, Adam Korb, Laura Bechthold, Helga Breul, Maria Herrera, Isabel Haberer, Eva Bußer, Marion Baumann, Ute Grün, Hubert Sticksel, Markus Korb, Monika Gabriel, Martina Brinek, Susanne Daum, Winfried Korb und Erika Bußer, Leitung: Johannes Wallbaum.

Zum großen Finale versammelten sich noch einmal alle Akteure auf der Bühne und mit der Fastnachtshymne „Froschhause bleibt doch Froschhause“ ging eine stimmungsvolle Harmonie-Sitzung zu Ende.

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