Hopper mit Änderungen zum Jahresbeginn / Wechsel des Softwareanbieters

Neuer Fahrdienst ab Januar

Der Hopper hat sich für die Kreisverkehrsgesellschaft zum Erfolgsmodell entwickelt. Neuerungen gibt es mit Beginn des kommenden Jahres.
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Der Hopper hat sich für die Kreisverkehrsgesellschaft zum Erfolgsmodell entwickelt. Neuerungen gibt es mit Beginn des kommenden Jahres.

Ostkreis – Der Hopper der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) ist seit eineinhalb Jahren als Pilotprojekt in Seligenstadt, Mainhausen und Hainburg unterwegs und transportiert Fahrgäste auch bis nach Hanau. Mit Beginn des kommenden Jahres stehen nun laut Erster Kreisbeigeordneter Claudia Jäger zwei bedeutende Neuerungen an: So erhält der Hopper mit der Tochterfirma der Deutschen Bahn (DB), „ioki“, einen neuen Softwareanbieter und mit der GHT Mobility GmbH auch einen neuen Fahrdienstleister. „Damit ist die Weiterentwicklung des On-Demand-Services mit erfahrenen Partnern im Kreis gesichert“, versichert Claudia Jäger.

Daneben liefen die Vorbereitungen für eine mögliche Erweiterung des Services auf die Städte Heusenstamm, Obertshausen und Mühlheim. Eine endgültige dazu solle im Februar fallen. Der Hopper könnte dann bereits im Sommer 2021 auch in diesen drei Städten unterwegs sein.

Im vergangenen Jahr hat sich die kvgOF laut Claudia Jäger zusammen mit weiteren Verbundpartnern dem Konsortialprojekt „On-Demand-Mobilität für die Region FrankfurtRheinMain“ des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) zur gemeinsamen Ausschreibung der Software und Beschaffung neuer emissionsfreier Fahrzeuge angeschlossen. Das Projekt habe der RMV kürzlich vorgestellt. Aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“ werde dieses Vorhaben durch das Förderprogramm „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ mit rund 27 Millionen Euro durch den Bund unterstützt. „Wir freuen uns, dass wir damit auch einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des regionalen Projekts des RMV leisten konnten“, führt die Erste Kreisbeigeordnete aus.

Die Software von „ioki“ stelle das „verbindende Herzstück“ des Mobilitätsangebots zwischen den Verbundpartnern dar. Trotz der Gemeinsamkeiten setze die kvgOF aber auch weiterhin auf lokale Anpassungen des Projekts. Bereits zum 29. Dezember werde sie den Hopper im Ostkreis als erste Region im RMV-Verbundgebiet auf diese digitale Plattform umstellen und damit den bisherigen Entwicklungspartner door2door (d2d) ablösen. „Die Software von ioki bietet uns mehr Einstell- und Auswertemöglichkeiten“, erläutert Andreas Maatz, Geschäftsführer der kvgOF. „So können wir etwa zeitliche und räumliche Differenzierungen des Bediengebietes vornehmen, um mehr Optionen zur Gestaltung des Tarifes zu erhalten. Dadurch kann beispielsweise ein Abgleich mit parallelen ÖPNV-Verbindungen erfolgen“, führt er aus. Auch umfassende Analysen und Berichte seien möglich. „Auf diese Weise können wir den Fahrservice optimieren und Kosten minimieren.“

Im Zuge der notwendigen Neuausschreibung wechselt die kvgOF zum Jahresbeginn ebenso den Fahrdienstanbieter von MWM Solutions zu GHT Mobility GmbH, die unter dem Markennamen Clever Shuttle firmieren. „Diesen Wechsel sehen wir mit einem weinenden Auge, da die Firma MWM mit ihrem Team maßgeblich zum Erfolg und der Zufriedenheit unserer Kunden beigetragen hat“, bedauert Maatz. Mit Clever Shuttle erhalte man einen ebenfalls professionellen Fahrdienstleister, der bereits über viel Erfahrung im On-Demand-Verkehr und im Umgang mit elektrischen Fahrzeugen verfüge. Über mögliche Änderungen für die Kunden wolle die kvgOF „in Kürze informieren“.

Seit Sommer 2019 haben sich laut Maatz rund 9 000 Kunden für den Hopper registriert und nutzen ihn regelmäßig. Selbst während des Lockdowns im Frühjahr seien 30 Prozent der Fahrgäste weiterhin mit dem Hopper gefahren. „Derzeit sind trotz weiterem Teil-Lockdown regelmäßig bis zu 1 000 Kunden pro Woche mit dem Hopper unterwegs“, so der Geschäftsführer. Über die Sommermonate seien es sogar bis zu 1 300 gewesen.

Bereits im September habe der Aufsichtsrat die Fortführung des Pilotprojektes im Ostkreis beschlossen. Weitere Gebiete im Kreis sollen bis ins Jahr 2022 hinein an den Hopper angeschlossen werden.  sig

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