Nonn-Adams: Rückkehr im August

Seligenstadt (sig) - Die seit Herbst vergangenenen Jahres schwer erkrankte Bürgermeisterin Dagmar B. Nonn-Adams hat vor, ab August schrittweise wieder ihren Amtsgeschäften nachzukommen.

In einem von Erster Stadträtin Claudia Bicherl am Donnerstagabend im Verlaufe der konstituierenden Stadtverordnetenversammlung verlesenen Brief sagte sie wörtlich: „ (. . . ) Seit einigen Monaten kann ich – wie sie wissen - aus gesundheitlichen Gründen leider nicht den Aufgaben und Pflichten meines Amtes nachkommen. Unserer Ersten Stadträtin Frau Claudia Bicherl möchte ich ganz herzlich danken: für Ihren Einsatz, für Ihre Unterstützung und für Ihr Verständnis. Danken möchte ich aber auch allen meinen Mitarbeitern im Rathaus, die in vorbildlicher Weise ihren Beitrag dazu leisten, diese herausfordernde Situation zu meistern.

Ich bin sehr froh, dass die vergangenen, nicht leichten Monate hinter mir liegen. Die behandelnden Ärzte gehen derzeit davon aus, dass ich nach den Sommerferien Schritt für Schritt wieder meine Tätigkeiten als Bürgermeisterin aufnehmen kann. Bis dahin bitte ich Sie alle, unsere Erste Stadträtin und mein Team im Rathaus aktiv zu unterstützen.“

Niedrige Wahlbeteiligung „eine Herausforderung“

Vor diesen Worten, die den Abschluss des Briefes bildeten, ging Nonn-Adams auf das Wahlergebnis ein. Würden im Wahlkampf die Unterschiede herausgestellt, so gelte es nun, einen gemeinsamen Auftrag herauszustellen. „Wir haben haben der Stadt Seligenstadt zu dienen. Gemeinsam haben wir die Verpflichtung, Vorbild zu sein für eine Kultur des Miteinanders.“

Das Wahlergebnis selbst wolle sie nicht kommentieren, doch sei die niedrige Wahlbeteiligung „eine Herausforderung, der wir uns in den nächsten Jahren stellen sollten. Man müsse die Seligenstädter wieder für Politik begeistern und so so gestalten, dass sie als Einladung zur Mitwirkung verstanden werde. „Die Wähler haben Ihnen den Auftrag erteilt, alte Strukturen zu überprüfen und zukunftsweisende neue Strukturen zu schaffen“, richtete die Bürgermeisterin ihre Worte an die Stadtverordneten. Dieser Auftrag verlange sehr viel Fingerspitzengefühl. Kontinuität und Erneuerung müssten ausbalanciert werden. Wichtig sei auch der Blick auf das Wesentliche. Einzelinteressen – ob aus der Perspektive eines Stadtteils oder einer Partei – haben sich der gemeinsamen Perspektive unterzuordnen“, so die Bürgermeisterin.

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