SPD verteidigt Antrag der Koalition

Nutzung der Hans-Memling-Schule: Entscheidung im Sommer

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Die ehemalige Hans-Memling-Schule

Seligenstadt - „Mit Hilfe dieses Antrags ist es möglich, auf fundierter Basis noch in diesem Sommer eine Entscheidung zu fällen, wie es mit der Hans-Memling-Schule weitergehen soll.“

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Für die Seligenstädter Dreier-Koalition weist SPD-Fraktionschef Michael Gerheim den Grünen-Vorwurf zurück, SPD, FDP und FWS spielten auf Zeit und konterkarierten die Bemühungen und Pläne des Vereins „Freunde der Hans-Memling-Schule“. Es werde sich herausstellen, so Gerheim weiter, „ob Behauptungen wie eine sofortige und quasi kostenlose Wiederinbetriebnahme der Brandschutzanlage haltbar sind. “ Um die Ideen zur Nutzung des seit 2012 leer stehenden Gebäudes zu kanalisieren, habe die Koalition vor, „die drei vielversprechendsten Varianten“ zu prüfen. Dabei sollen Raum- und Entwicklungsbedarf der Vereine, aber auch in der Kinderbetreuung sowie die bau- und brandschutzrechtlichen Vorgaben berücksichtigt werden. „Auch die erheblichen Sanierungs- und Betriebskosten für die jeweiligen Szenarien müssen Beachtung finden. Ziel muss es sein, die städtebauliche und historische Bedeutung des Gebäudes hervorzuheben und es wieder zum Leben zu erwecken.“

Nach dem Willen der Freunde der Hans-Memling-Schule, die bekanntlich eine Nutzungsstudie erarbeitet haben, soll das Haus eine Begegnungsstätte für weit gefächerte Angebote durch Vereine, Volkshochschule und bürgerschaftliches Engagement jeder Art werden, auch sollen kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Die zweite Variante sieht die Nutzung durch eine mehrsprachige Grundschule mit Krippe und Kindergarten vor. Interesse zeigt bekanntlich die Erasmus-Privatschule. Die Koalition, so Gerheim weiter, habe die Schule in Offenbach besucht, mit der Schulleitung gesprochen und sich vor Ort über das pädagogische Konzept informiert. „Die Variante bietet nicht nur gute Bildungsmöglichkeiten für Seligenstädter Kinder. Es besteht aktuell auch ein großer Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen, der zumindest teilweise gedeckt werden könnte“, so SPD-Kollegin Heide Wolf.

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Die dritte Variante vereint Ideen aus beiden ersten. Sie sieht vor, eine Kita mit Krippe, einen Gastro-Bereich, Schulungs- und Büroräume für die Vhs sowie Veranstaltungsorte für Vereine und Bürger unterzubringen. Dieses Konzept ergab sich aus dem Projekt „Seligenstadt 2030“ des SPD-Ortsvereins. „Das unter Bürgerbeteiligung entwickelte Konzept hilft nicht nur, dem Bedarf in der Kinderbetreuung nachzukommen, sondern stellt ebenso sicher, dass das Gebäude in Zukunft der Bürgerschaft zur Verfügung steht“, erklärt Doris Globig. (mho)

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