Einwohner weitgehend zufrieden mit Lebensqualität

Online-Befragung: Bei Angeboten für Jugendliche hakt’s

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Seligenstadt - Die Stadt Seligenstadt ist der Zufriedenheit ihrer Einwohner in einer Online-Umfrage nachgegangen. Mit dem Ergebnis ist wiederum Bürgermeister Dr. Daniell Bastian (FDP) sehr zufrieden. Die Frage nach der Lebensqualität im Städtchen haben 74 Prozent der Teilnehmer mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet.

Alle Einwohner Seligenstadts waren vom 1. bis 30. November aufgefordert, an einer anonymen Online-Befragung teilzunehmen und ihre Einschätzungen, Meinungen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. Insgesamt wurden 662 Fragebögen ausgefüllt, die am stärksten vertretene Personengruppe waren die 40- bis 50-Jährigen. Nahezu gleich viele Frauen und Männer beteiligten sich, die meisten davon (524) leben in der Kernstadt. Am wenigsten beteiligt haben sich Bürger unter 18 und über 80-Jährige. Immerhin 143 Teilnehmer sind über 60 Jahre alt. Älteren Mitbürgern, die das Seniorenbüro aufsuchten, hatte Seniorenberaterin Anke van den Bergh Unterstützung beim Ausfüllen angeboten.

Die Umfrage, die nur online ausgefüllt werden konnte, sei bedingt repräsentativ, räumt der Bürgermeister ein. Das Angebot über ekom21 habe die Stadt aber auch nur einen mittleren dreistelligen Betrag gekostet. Als Anregung sollen die Ergebnisse dennoch dienen. Gefragt war nach der persönlichen Einschätzung der Lebensqualität in Seligenstadt, nach der Zufriedenheit mit der allgemeinen, der ökonomischen, ökologischen und sozialen Situation. Im Schnitt wurde am häufigsten die Note 2 und am seltensten die Note 6 vergeben. Besonders über die positiven Antworten bei der Frage nach der Lebensqualität freut sich Dr. Bastian.

Häufig mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet wurden das Stadtleben, die Einkaufsmöglichkeiten, die Gastronomie, die Attraktivität für Touristen, Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte, das Sicherheitsgefühl, die medizinische Versorgung, das Kindergarten- und Krippenangebot, das Freizeit- und Kulturangebot und die Sauberkeit der Stadt.

Nicht so gut weggekommen sei die Kommunalpolitik, stellt Bastian fest. Auch das ÖPNV-Angebot, Rad- und Fahrradwege, die Angebote für Jugendliche oder Alleinstehende und die Möglichkeit zum Bauen und Wohnen sind nach Einschätzung der Teilnehmer verbesserungswürdig. Auch bei speziellen Einkaufsmöglichkeiten wie Kleidung oder Elektronik wurden Angebote vermisst. Für die Ansiedlung größerer Ketten aus diesem Sektor sei Seligenstadt aber einfach zu klein, meint Bastian.

504 der 662 Teilnehmer haben die Möglichkeit genutzt, freie Anmerkungen zu formulieren. An diesem Punkt wurde häufig die Verkehrssituation am Bahnübergang, die Verkehrsanbindung und die Radweg- und Parksituation als Problem genannt. Als ungenügend notiert wurde zudem das Angebot für Jugendliche. Der Wunsch nach einem Hallenbad zusätzlich zum Freischwimmbad kam mehrfach zu Papier. Ebenso haben viele ihrer Forderung nach einer Lösung für den Jahnsportplatz und einer besseren Nutzung des Mainufers und der Mainwiesen (ohne Hundekot) Ausdruck verliehen. Viele formulierten den Wunsch nach einer stärkeren Konzentration auf die Ansiedlung von Gewerbe und engeren Vorgaben hinsichtlich der Größe von Neubauten für Bauträger.

„Wir nehmen das Umfrageergebnis sehr ernst und werden alle Anregungen prüfen“, betont der Bürgermeister abschließend und fügt hinzu: „Eine Umsetzung der Vorschläge im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten und der tatsächlichen Machbarkeit ist mir ein großes Anliegen.“ (kd)

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