Immer wieder neue Künstler dabei

Ostereier mit Hufeisen beschlagen

Seligenstadt (paw) ‐ „Wenn ich es nicht mit meinen eigenen Augen gesehen hätte, würde ich es für ein Märchen halten“, kommentierte eine Besucherin mittleren Alters, was Ferenc Szabados eben bewiesen hat. Der Ungar zeigte, dass er Eier mit kleinen Hufeisen beschlagen kann. Der originelle Hufschmied war nur einer von rund 60 Künstlern, die es verstehen aus den Eiern aller Vogelarten wahre Wunderwerke zu zaubern.

Waren schon beim ersten Ostereiermarkt am vergangenen Wochenende mehr als 2000 Besucher durch die Räume des Seligenstädter Landschaftsmuseums in der ehemaligen Benediktinerabtei gezogen, passierten am vergangenen Samstag und Sonntag mehr als 3000 die Eingangspforten. „Das ist eigentlich völlig normal, dass zum ersten Markt etwas weniger Besucher kommen als zur zweiten Veranstaltung“, weiß Edith Herzing zu berichten, die mit ihrer Tochter Christine Finn seit Jahren die Ostereiermärkte in der Einhardstadt arrangiert.

Herzing, die Grande Dame der Szene, versteht es immer wieder, neue Künstler dieses Genres zu entdecken. So präsentierte sie erstmals Jana Pulm aus Düsseldorf mit ihren besonderen Ei-Kreationen aus Lebkuchen. „Im Zeitalter mit immer mehr Fertigprodukten möchte ich die Menschen wieder an handwerklich gestaltete Produkte heranführen. Dazu gehören auch Eier aus feinem Lebkuchen - zum Essen, verschenken oder zum dekorieren“, erzählt die charmante, aus der Slowakei stammende Künstlerin.

Einer Tradition folgend hatte Edith Herzing wieder ein Geschenk für die Kinder unter den Besuchern des Marktes vorbereitet. Diesmal waren es gut 150 so genannte „Hasenhüte“ aus Papier mit langen Ohren, die sie mit fleißigen Helferinnen in japanischer Origamie-Technik gefaltet hatte.

Interessierte können sich schon heute die Termine für die Ostereiermärkte im kommenden Jahr vormerken. Sie sind am 16./17. und 23./24. Februar 2013.

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