Sammelbestellung 

Unverzichtbar: Feuerwehren der Region bestellen vier große Drehleitern

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So sieht sie aus, die neue Seligenstädter Drehleiter, die 710 000 Euro kostet. 

Ihre Hubrettungsfahrzeuge sind in die Jahre gekommen. Deshalb haben die Feuerwehren der Region einen Katalog für vier große Drehleitern erstellt.

Ostkreis - Zudem hat sich die Feuerwehr Mainhausen an der Ausschreibung für eine kleinere Drehleiter beteiligt. Auf dieser Grundlage konnte europaweit ausgeschrieben werden. Die Beschaffungskosten für das Seligenstädter Fahrzeug belaufen sich auf 710 000 Euro, die Mainhausener Drehleiter kostet etwa 630 900 Euro.

Nach Auswertung und Bewertung der Angebote haben die Verantwortlichen der Städte und Gemeinden die Aufträge erteilt. Den Zuschlag hat die Firma Rosenbauer/Metz aus Karlsruhe erhalten. Fahrgestell ist ein Mercedes Atego 1530F.

Ostkreis - Ausschreibung der Drehleitern war für Feuerwehr komplex

„Die gemeinsame Ausschreibung war komplex, da wir unterschiedliche Vorstellungen unter einen Hut bringen mussten. Aber wir freuen uns, dass wir mit Unterstützung des Kreises Offenbach und eines Fachanwalts dieses komplizierte Verfahren durchziehen konnten“, resümieren die Stadt- beziehungsweise Gemeindebrandinspektoren Alexander Zöller (Seligenstadt) und Joachim Unkelbach (Mainhausen). Die vertraglichen Vereinbarungen und Baubesprechungen nimmt die Wehr zeitnah in Angriff. Ziel ist, dass die Leitern Ende 2020 zur Verfügung stehen. Ehe die Fahrzeuge einsatzbereit sind, werden die ehrenamtlichen Kräfte intensiv geschult und absolvieren spezielle Trainings.

Die Einhardstadt und ihre Nachbargemeinde haben bei der Planung die Zusammenarbeit an unterschiedlichen Einsatzorten ins Auge gefasst. Demnach sollen eine Drehleiter mit Gelenk und eine wendige kleinere Leiter beide Gefahrenlagen abdecken: große Höhen und Erreichbarkeit über nach hinten liegenden Dachflächen/Gauben und zudem „enge Straßen für Hinterhöfe und Bereiche mit engen Stellen“.

Ostkreis: Für die Feuerwehren ist eine Arbeitsteilung möglich

Auch sonst ist Arbeitsteilung möglich: Teile der Ausrüstung lassen sich flexibel je nach Zweck an beiden Fahrzeugen einsetzen. Weitere Synergieeffekte soll es bei den Wartungskosten geben. „Die Zusammenarbeit hat sich in der Vergangenheit bewährt“, resümiert Zöller.

Die Verwaltungsspitzen wissen um die Wichtigkeit und stellen fest, „dass eine moderne Freiwillige Feuerwehr in unseren Städten und Gemeinden aufgrund der Bebauung und der gestiegenen Anforderungen bei der Rettung von Menschen aus Notlagen auf eine Drehleiter nicht verzichten kann“. Die Investition in ein Fahrzeug, das mindestens 25 Jahre einsatzbereit sein muss, „ist eine Investition in die Sicherheit der Bürger.“ 

 mho

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