Förder-Angebote für die Landwirte

Parlament befürwortet Grünen-Initiative: Glyphosat verbannt

Seligenstadt - In der Glyphosat-Diskussion bezieht die Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung Position: Auf den umstrittenen Wirkstoff soll bei der Pflege von Grün-, Sport- und Verkehrsflächen verzichtet werden.

Unkrautvernichtungsmittel mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat hat die Seligenstädter Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung aus städtischen Grünanlagen verbannt. Einstimmig folgte das Stadtparlament damit einem Antrag der Grünen-Fraktion, die als krebserzeugend verdächtige Substanz nicht mehr zu verwenden und auch Fremdfirmen, die städtische Anlagen pflegen, dazu zu verpflichten. Bei den Besitzern privater Gärten soll der Magistrat der Stadt aktiv für den Verzicht auf Glyphosat als Wirkstoff zur Unkrautbekämpfung werben und bei Bedarf fachlich beraten. Es gelte, so die Grünen-Intention, die Bevölkerung für diese Problematik zu sensibilisieren. Ein Verbot in der örtlichen Landwirtschaft, wie von den Grünen anfangs gefordert, begründet der Beschluss allerdings nicht, nachdem sich Landwirte in vorangegangenen Ausschussberatungen gegen einen strikten Bann ausgesprochen und sparsamen Verwendung von Glyphosat nur in Ausnahmefällen zugesagt hatten.

Stattdessen werden Bauern mit städtischen Mitteln gefördert, wenn sie abgeerntete Felder nicht chemisch behandeln, sondern mit insektenfreundlichen Zwischenfrucht-Blühmischungen besäen. Die Förderung läuft ab sofort zunächst bis 2020 und wird dann überprüft. (zrk)

„Sommer in der Stadt“ 2018 in Seligenstadt: Bilder

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare