Neue Tanks sollen bald in Betrieb gehen

Glaabsbräu baut die Produktion aus

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Aus vergangenen Tagen: Um Spezialbiere herstellen zu können, sind die alten Braukessel von Glaabsbräu zu groß. 

Seligenstadt - Angesichts einer guten Geschäftsentwicklung baut Glaabsbräu die Produktion um 30 Prozent aus.

Kürzlich seien vier Lager- und Gärtanks mit einer Kapazität von jeweils 120 Hektoliter bei Glaabsbräu installiert worden, teilte die älteste Privatbrauerei Südhessens in Seligenstadt mit. Mitte Juni werden sie in Dienst gestellt.

Darüber hinaus sei eine Anlage in Betrieb genommen worden, „die Wassereinsparungen und einen effizienteren Reinigungsprozess gewährleistet“, heißt es weiter. „Durch den Einsatz der neuesten Generation von CIP-Anlagen (Cleaning in Place) wird Glaabsbräu den jährlichen Wasserverbrauch um vier Prozent und den Verbrauch von Reinigungsmitteln um zehn Prozent reduzieren.“

„Unsere neue strategische Ausrichtung trägt Früchte, und wir haben seit dem neuen Marktauftritt im April 2017 ein Wachstum von sechs Prozent verzeichnen können“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Robert Glaab. „Neben unserer besonderen Brauphilosophie ist es uns aber auch wichtig, umweltfreundlich zu brauen.“ Zahlen zur Höhe des Umsatzes nennt Glaabsbräu nicht.

Für eine neue Brauanlage und den geänderten Markenauftritt hat Glaabsbräu eigenen Angaben zufolge knapp vier Millionen Euro investiert. Nach der Inbetriebnahme einer modernen Brauerei im September 2015 folgte im April 2017 der Relaunch, berichtete das Unternehmen. Der neue Auftritt und die Umstellung auf Flaschen mit 0,3 und 0,5 Liter sorgten dafür, dass die Marke „ein moderneres Gesicht bekommen hat“.

Zur Erweiterung des Angebots wurden zwei Craftbiere – „Reifeprüfung“, ein Pils, und „Tropic Thunder“, ein Kristallweizen – auf den Markt gebracht. Zudem präsentierte das Unternehmen „Glaab’s Grie Soß“: Ein Biermischgetränk, das zu 90 Prozent aus Bier und zu 10 Prozent aus den sieben Kräutern der hessischen „grünen Soße“ besteht. Der Bierausstoß stieg laut Glaabsbräu in den vergangenen zwölf Monaten um sechs Prozent und liegt bei etwa 15.000 Hektolitern.

Auch für 2018 habe sich das Unternehmen einiges vorgenommen, erläuterte Glaabsbräu. So stehe die Erweiterung des Absatzgebiets nach Frankfurt und die Region Rhein-Main an. (ku)

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