Knoten Kapellenstraße/Steinweg: „Problem löst sich nicht von selbst“

Seligenstädter CDU will mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Unterführung zwischen Konrad-Adenauer-Schule und Marienkirche
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Zu steile und zu schmale Rampen: Nach Ansicht der Union nichts für ältere Menschen mit Rad oder Rollator

„Fünf Jahre hat sich nichts getan am Knoten Kapellenstraße/Steinweg – trotz Prüfungsauftrag“, kritisiert die CDU-Fraktion im Seligenstädter Stadtparlament. Daher will sie ihrer alten Forderung nach mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer Nachdruck verleihen.

Seligenstadt – Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, ob und wenn ja wo ein geschützter Fußgängerüberweg sinnvoll ist. 20 000 Euro will die Union dafür im Haushalt 2021 sehen. Über den beraten die Stadtverordneten am Montag, 14. Dezember, ab 19 Uhr im Bürgerhaus Froschhausen.

Mit der Unterführung zwischen Konrad-Adenauer-Schule und Marienkirche, ihren „viel zu steilen und zu schmalen Rampen“, ist nach Ansicht des Stadtverordneten Matthias Eiles gerade älteren Menschen mit Rad oder Rollator nicht gedient. Schon 2015 habe die CDU daher den behindertengerechten Umbau, alternativ eine oberirdische Querung zwischen Damm- und Abt-Peter-Straße prüfen lassen wollen und dafür einmütige Unterstützung der Stadtverordneten erlangt.

Unternommen habe das Rathaus freilich nichts, kritisiert Fraktionschef Joachim Bergmann – obwohl sich die Kreuzung immer wieder als Gefahrenpunkt erweise. So werde die Kapellenstraße an dieser unübersichtlichen Stelle täglich von mehreren tausend Pkw und Lkw passiert, viele davon schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde. Immer wieder komme es zu Beinahe-Unfällen mit Fußgängern, auch Tote habe es schon gegeben.

Gefahr drohe besonders Senioren, Grundschülern und Radlern jeden Alters, ob mit oder ohne Anhänger, stellen die Christdemokraten in der Antragsbegründung fest. Der Verkehrsspiegel begünstige Fehleinschätzungen und gaukle Sicherheit vor, noch dazu in einer rechtlichen Grauzone: Die Straßenverkehrsordnung erkenne Spiegel weder als Verkehrszeichen an noch überhaupt als Verkehrseinrichtung. Sichere Überwege seien in beiden Richtungen erst nach 250 Metern erreichbar, die Wege dorthin weder sicher noch barrierefrei.

Abhilfe schaffen kann aus Unionssicht ein Fußgängerüberweg mit Verkehrsinsel. „So wird der Verkehr verlangsamt, der Autofahrer durch die Schilder für Fußgänger sensibilisiert“, meint Bergmann. Die Entscheidung könne nach Klärung der Fakten schnell fallen, die Umsetzung zügig folgen.

Der Antrag seiner Fraktion sei umso sinnvoller, als mit baldiger Fertigstellung der Nordumgehung und dadurch spürbarer Entlastung an dieser Stelle kaum zu rechnen sei. „Von selbst wird sich das Problem nicht lösen“, betont Bergmann. „Das begreift sicher auch die Mehrheit im Stadtparlament.“ mt

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