Sanierung verzögerte sich durch Regentage

Rathaus Seligenstadt: Bauarbeiten an Turmfassade beendet

Neuer Glanz für altes Bauwerk: Fast fünf Monate haben sich die Handwerker an der Turmfassade samt Uhr zu schaffen gemacht. Das Ergebnis – hier der Blick aus dem Rathaushof – kann sich sehen lassen.
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Fast fünf Monate haben sich die Handwerker an der Turmfassade samt Uhr zu schaffen gemacht. Das Ergebnis – hier der Blick aus dem Rathaushof – kann sich sehen lassen.

Unter Einsatz eines großen Mobilkrans sind mit dem Gerüstabbau kürzlich die Sanierungsarbeiten am Turm des Rathauses in Seligenstadt beendet worden.

Seligenstadt – Darüber informierte der Erste Stadtrat Michael Gerheim. Nach insgesamt viereinhalb Monaten Bauzeit erstrahlt nun der Rathausturm in neuem Glanz. Die Arbeiten hatten sich etwas verzögert, weil sie durch die windigen und verregneten Tage im Mai und Juni dieses Frühjahres oftmals unterbrochen werden mussten. Eine im Vorfeld durchgeführte restauratorische Untersuchung bildete die Grundlage der weiteren Vorgehensweise zur Sanierung der Turmfassade des Gebäudes. Die Arbeiter begannen damit, den Altputz bis auf das Mauerwerk händisch zu entfernen. Beim Entfernen der Farben auf den Sandsteinflächen wurde mit einem speziellen Verfahren gearbeitet. Schnell zeigte sich allerdings, dass diese Flächen Schaden aufwiesen.

Bevor also erneut gestrichen werden konnte, mussten diese behoben werden: Ein in Denkmalschutzbelangen erfahrener Steinmetzmeister wurde gerufen – er konnte den Schaden innerhalb einiger Wochen beheben.

Die Arbeiten am Rathausturm wurden außerdem zum Anlass genommen, die Schiefer und Blechdachflächen auf der Turmspitze zu überprüfen. Im Anschluss deckten die Handwerker sie teilweise neu. Das Wichtigste dabei: Die Richtfunkantennen mussten dauerhaft funktionieren. Denn diese versorgen die Außenstellen des Rathauses. Die EDV-Abteilung des Rathauses baute die Antennenanlage deshalb um – und war somit jeglichen Problemen einen Schritt voraus.

Nach Fertigstellung der Fassaden konnten dann die von der unteren Denkmalschutzbehörde abgesegneten Holzfenster eingebaut werden. Diese Holzfenster und die darüber liegenden Schalllöcher des Glockenstuhls wurden gemäß dem mit dem Bauamt des Rathauses, der unteren Denkmalschutzbehörde und dem Architekturbüro abgestimmtem Farbkonzept gestrichen. Sie bilden mit dem Farbton der Hauptfassade und dem Sandstein ein harmonisches Gesamtbild des Turmes. Außerdem hat eine Fachfirma die Zifferblätter der Uhr im Zuge der Sanierungsarbeiten neu lackiert und auch blattvergoldet.

„Den krönenden Abschluss bildeten die letzten Malerarbeiten an der rot-weißen Wetterfahne und grauen Haube des Turmes, als eine große Hebebühne auf dem Rathausplatz unter Staunen von vielen zuschauenden Ferienkindern die Maler auf dem Marktplatz in luftige Höhen hob, um die Anstricharbeiten zu vollenden“, sagt der Erste Stadtrat.  (jo)

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