Renoviert und modernisiert

Historisches Gasthaus startet mit neuer Pächterin: Frischekur für den „Schwan“

Die Eröffnung steht kurz bevor: Nach Renovierung und Modernisierung heißt das Restaurant „Zum neuen Schwan“ bald wieder Gäste willkommen.
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Die Eröffnung steht kurz bevor: Nach Renovierung und Modernisierung heißt das Restaurant „Zum neuen Schwan“ bald wieder Gäste willkommen.

Als das Restaurant „Zum neuen Schwan“ in Seligenstadt schließt, brodelt die Gerüchteküche. Schon bald macht es aber wieder auf - mit neuer Pächterin.

Seligenstadt - Die Neugier ist groß. Immer wieder blieben in den vergangenen Monaten Seligenstädter an der Tür des Restaurants „Zum neuen Schwan“ im Zentrum der Einhardstadt stehen. Noch ist diese verschlossen – doch in wenigen Wochen soll sich das ändern. In neuem Glanz und unter neuer Leitung werden dann wieder Gäste bewirtet.

Für viele war es im vergangenen Herbst wohl eine Überraschung, als das Restaurant schloss – die Gerüchteküche brodelte. Doch die Hintergründe waren relativ simpel: „Der ehemalige Pächter wollte sich anderen Themen widmen“, sagt Julian Menner, Braumeister und Geschäftsführer der Glaabsbräu, der die Gaststätte gehört. „Wir haben mit ihm über 15 Jahre partnerschaftlich gearbeitet und wünschen ihm bei seinen neuen Projekten auf jeden Fall viel Erfolg.“

Diese neue Situation nahm die Brauerei nun zum Anlass, die Gaststätte einer technischen Renovierung zu unterziehen. Unter anderem gibt es eine komplett neue Küche, frische Farbe an den Wänden, die Theke wurde modernisiert, und auch die Toiletten für die Gäste wurden in den vergangenen Wochen aufgehübscht.

Eröffnung des Gasthauses „Zum neuen Schwan“ in Seligenstadt hat sich immer wieder verzögert

Die Eröffnung war laut Glaabsbräu bereits für Ende November, dann für Januar geplant, doch dann sorgten Lieferengpässe bei Geräten und Material für Verzögerungen. Gerüchte, nach denen es Probleme beim Brandschutz gegeben habe, kann Julian Menner nicht bestätigen. „In einem alten Gebäude ergeben sich immer wieder neue Aufgabenstellungen, wenn man sie von Grund auf anpackt.“ Vor allem wolle man in den kommenden Jahren keine Baustelle, sondern eine Gaststätte unterhalten – deshalb soll alles grundsolide sein.

Baustelle: Innen wird fleißig gearbeitet.

Geplant ist die Eröffnung nun für Anfang Februar. Die Gäste erwartet eine neue Speise- und Getränkekarte, auf der natürlich zahlreiche Biere der Glaabsbräu zu finden sind. Dann heißt die neue Pächterin Monika Pruss die Gäste willkommen. „Eine Quereinsteigerin – doch mit reichlich Erfahrung im Service“, sagt der Geschäftsführer. Auch sie selbst fiebert der Eröffnung entgegen, wie sie auf der Facebook-Seite der Gaststätte schreibt: „Ich freue mich auf diese Aufgabe und bringe viele neue Ideen mit.“ Aktuell ist sie noch auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern für das historische Gasthaus. Bei einem ersten Treffen vor Kurzem konnte sich das Team bei einer Brauereiführung mit Bierverkostung durch Julian Menner auch schon besser kennenlernen.

Keine neuen Pläne für den „Römischen Kaiser“ in Seligenstadt

Für das Restaurant „Römischer Kaiser“, das ebenfalls der Glaabsbräu gehört, gibt es aktuell noch keine neuen Pläne. „Auch hier haben wir sehr hohe Ansprüche an Qualität, Sicherheit und den Erhalt der denkmalgeschützten Substanz“, erklärt Glaab-Geschäftsführer Julian Menner. Es sei eine anspruchsvolle Aufgabenstellung, das alles unter einen Hut zu bringen, dabei aber nicht die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Das versuche man für alle zufriedenstellend zu erfüllen.

„Unser Unternehmen ist nun bald 278 Jahre alt und das, weil immer weitblickend und bodenständig gedacht und gehandelt wurde“, sagt der Braumeister und stellt klar: „Einen ‘Fast Römischen Kaiser’ wird niemand haben wollen – wir am allerwenigsten.“ (Julia Oppenländer)

Keine Zukunft gab es für die Traditionsgaststätte „Zum Lamm“ in Seligenstadt. Sie schloss für immer. 

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