Respekt ist kein Selbstläufer

Kirchengemeinde erhält Auszeichnung der Landesregierung

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Ort des Respekts (von links): Katharina Lange vom Integrationsbüro der Stadt, Pfarrerin Leonie Krauß-Buck, Christa Schmidt (Redaktion), Staatssekretär Michael Bußer, Gemeindepädagoge Claus Ost, Pfarrer Martin Franke, Petra Gröger vom Gemeindebüro und Jürgen Schneider (Redaktion).

Seligenstadt - Staatssekretär Michael Bußer hat die evangelische Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen im Namen der hessischen Landesregierung als „Ort des Respekts“ ausgezeichnet.

Die Gemeinde ist Herausgeberin der Stadtteilzeitung „Niederfeld-Rundblick“ und widmete die jüngste Ausgabe dem Thema „Respekt“. Damit habe sie einen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und respektvollen Miteinander geleistet. „Eine Gemeinschaft, ganz gleich ob im Dorf oder im Stadtteil, braucht den Austausch über die unterschiedlichen Bedürfnisse und verschiedenen Sichtweisen ihrer Mitglieder“, sagte Bußer gestern bei der Preisverleihung im evangelischen Gemeindezentrum.

Im Stadtteil Niederfeld leben Menschen aus vielen verschiedenen Nationen. Die ersten Wohnungen am nördlichen Stadtrand entstanden vor gut 50 Jahren als Siedlung von AEG-Mitarbeitern. Im Zuge des Programms „Soziale Stadt“ wurde dort vor knapp zehn Jahren das Nachbarschaftshaus errichtet. Die kostenlose Stadtteilzeitung erscheint seit 2005 halbjährlich und wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern erstellt. Sie informiert über Neues in der Nachbarschaft, stellt Freizeitangebote vor und zeigt Möglichkeiten aktiver Teilhabe und freiwilligen Engagements auf. Die 28. Ausgabe vom Dezember 2017 widmete sich dem Thema „Respekt“ und wurde von der hessischen Landesregierung mit 3000 Euro gefördert.

Zehn Dinge, die jeder Hesse kennen sollte

„Respekt ist kein Selbstläufer und alles andere als selbstverständlich. Deshalb ist es wichtig, das Thema immer wieder ins Bewusstsein zu rücken“, betonte der Staatssekretär. Die hessische Landesregierung hat das „Jahr des Respekts“ ausgerufen, um ein Zeichen gegen Hass, Beleidigungen und Respektlosigkeit in der Gesellschaft zu setzen. Als „Orte des Respekts“ gefördert werden: Bildungsmaßnahmen, die Grundregeln des gesellschaftlichen Zusammenlebens vermitteln und demokratische Grundwerte vertiefen, sowie Beteiligungsprojekte und Angebote, die das Miteinander und die Begegnung von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen fördern. (kd)

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