Rosenmontag mit Glasverbot 

„Zahl der Einsätze ist zurückgegangen“

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Rosenmontag mit Glasverbot in Seligenstadt.

Seligenstadt - Eine durchaus zufriedenstellende Bilanz zogen Vertreter von Heimatbund, Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt am Tag nach dem Rosenmontagszug im Büro von Erster Stadträtin Claudia Bicherl.

Bei durchwachsenem Wetter besuchten 35.000 bis 40.000 Fastnachter den Gaudiwurm. DLRG, DRK, Feuerwehr und THW waren mit 140 ehrenamtlichen Helfern am Rosenmontag zum Teil schon ab den frühen Morgenstunden im Einsatz. Bei derartigen Menschenmassen wohl kaum zu verhindern: Erneut gab es Zwischenfälle.

Schwerpunkte der Einsätze mit zumeist jugendlichen Opfern waren Alkoholmissbrauch, Kreislaufprobleme, Schürf- und Platzwunden und Unterkühlung.

Rosenmontag: Umzug in Seligenstadt

Jedes Jahr lockt der Seligenstädter Rosenmontagsumzug mehrere tausend Narren an. Von schrill bis hin zu fantasievoll: Die Vereine überzeugten mit ihren Kostümen und Motivwagen.

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In der zentralen Notfallambulanz in der Tiefgarage am Rathaus, mit zwei Notärzten aus der Asklepios-Klinik besetzt, galt es 34 Notfälle zu versorgen Zwei weitere Notärzte, im Feuerwehrhaus stationiert, rückten zu sieben Einsätzen im Stadtgebiet aus. Ein Schwerverletzter musste mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik geflogen werden. In der Asklepios-Klinik wurden 15 Personen versorgt. „Auch wenn die freiwilligen Helfer in der Zentralambulanz oder entlang der Strecke einiges zu tun hatten, war gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Einsätze zu verzeichnen“, so die Stadträtin.

Polizei, Heimatbund, DB-Sicherheit und Ordnungsamt waren während des Umzuges mit 150 Kräften und Security unterwegs und sorgten entlang der Zugstrecke für Sicherheit und Ordnung. Einsatzschwerpunkte waren der Marktplatzbereich, das Gebiet um das Altstadtparkdeck, Riesensaal und die Altstadt zwischen Marktplatz und Main, wo auch mehrfach bei Rangeleien eingegriffen werden musste. Bundespolizei und DB-Sicherheit gewährleisteten auf dem Bahnhofgelände einen geordneten Ablauf . Die Wasserschutzpolizei war mit zwei Beamten zur Sicherung des Fähranlegers im Einsatz.

„Für den Rosenmontagszug waren somit rund 300 Personen für Rettung und Sicherheit im Einsatz. Dies zu einem großen Teil ehrenamtlich“, wie Bicherl betont.

Bilder vom Rosenmontagszug in Schlumberland

Rosenmontag im Schlumberland

Das bereits im Jahr 2012 in Kraft getretene Glasverbot zeigte Wirkung. Bereits an den Einlassstellen versuchten die Helfer, das „Einschleppen“ von Glas zu unterbinden - mit Erfolg. Gegenüber früheren Jahren waren am Dienstag erheblich weniger Scherben auf den Straßen zu entfernen. Auch das Suchthilfezentrum Wildhof war wieder vor Ort. Die eigentliche Arbeit der Experten beginnt allerdings erst. Sie setzen sich im Nachhinein mit den Jugendlichen, die am Montag durch übermäßigen Alkoholgenuss auffielen sowie mit deren Erziehungsberechtigten in Verbindung, um ihre Hilfe anzubieten.

mho

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