Pfarrhaus-Sanierung

Ende kaum abzusehen

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Sanierungsobjekt Pfarrhaus an der Aschaffenburger Straße: Das Gebäude bedarf einer Grundsanierung. Nicht ganz unkompliziert, den die Immobilie steht unter Denkmalschutz.

Seligenstadt - Seit Monaten ist das ehrwürdige Pfarrhaus der Basilika-Pfarrei an der Aschaffenburger Straße eine Baustelle. Absperrungen, Fangzäune, Pylone, Container bestimmen das Bild. Und ein Ende dieses Szenarios ist kaum abzusehen.

„Wie lange das dauert, weiß ich nicht“, sagt denn auch Pfarrer Stefan Selzer. Das Haus steht unter Denkmalschutz, muss kernsaniert werden. Mit einem fachkundigen Freund seiner Familie habe er sich selbst einen Eindruck vom Ausmaß verschafft. „Der Immobilien-Fachmann hat bei der Begehung des Hauses gesagt, dass hier viel Arbeit anliege.“ Pfarrer Selzer, der nach dem Ausscheiden von Pfarrer Dieter Ludwig die Basilika- und die Klein-Welzheimer Pfarrei St. Cyriakus übernahm, zog bei Amtsantritt in eine Mietwohnung in der Seligenstädter Altstadt. Mittlerweile ist er in ein kircheneigenes Gebäude nach Klein-Welzheim gezogen.

Über den Fortschritt der Arbeiten am angestammten Pfarrhaus gegenüber dem Klostergarten, das um das Jahr 1720 erbaut wurde und seitdem stets als Pfarrhaus genutzt wird, informiert er sich ständig. Wie bei jeder Altbausanierung habe es Probleme gegeben. Wasser- und Heizungsinstallationen müssen ausgeführt werden. Und: Die Lehm- und Holzwände wurden in den 70er Jahren mit Trockenbauplatten verschalt. „Dahinter hat sich Feuchtigkeit im Mauerwerk gebildet. Das ganze Haus bedarf einer Grundsanierung“, so Selzer. Und das ist nicht ganz unkompliziert. „Da müssen sich die zuständige weltliche Denkmalschutzstelle und die des Bistums abstimmen.“

Beim Sanierungsvorhaben an der Aschaffenburger Straße geht um Farben, um das Dach, die Fenster. Das dauere halt alles. Bei Sakralbauten ist übrigens nicht die Untere Denkmalschutzbehörde des Kreises zuständig. Stattdessen führen die Denkmalschützer aus Wiesbaden die Regie. Einen genauen Zeit- und Kostenplan für die Sanierung des Pfarrhauses kann Pfarrer Selzer derzeit nicht nennen. Nur so viel: „Ich weiß, dass jede Rechnung, jeder Kostenvoranschlag für die Baumaßnahme bis auf den letzten Cent von den kirchlichen und weltlichen Institutionen geprüft wird.“

Vom Verwaltungsrat der Basilika-Pfarrei war bis Redaktionsschluss zu diesem Thema keine Auskunft zu erhalten. Pfarrer Stefan Selzer sieht die Situation aber ganz entspannt. „Ich wohne derzeit in Klein-Welzheim und fühle mich sehr wohl!“ Im neuen Pfarrbrief will Pfarrer Selzer sich zum Thema Pfarrhaus-Sanierung äußern.

(th)

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