Deutsche Glasfaser bietet Ausbau an

Schnelles Internet: Froschhausen hat es in der Hand

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Sind gespannt, wie sich Froschhausen entscheidet (von links): Bürgermeister Dr. Daniell Bastian, Hauptamtsleiterin Silvia von Meißner, Mirko Tanjsek und Frank Geltinger.  

Seligenstadt - Jahrelang fühlte sich Froschhausen benachteiligt bei der Versorgung mit leistungsfähigem Internet. Nun bekommt der Stadtteil die Chance auf blitzschnelle Anschlüsse. Nach Mainhausen wird das Unternehmen Deutsche Glasfaser dort auch aktiv. Von Oliver Signus 

Ebenfalls angeschlossen wird das Gewerbegebiet in Klein-Welzheim. Mirko Tanjsek strahlt einen scheinbar unerschütterlichen Optimismus aus. „Ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen“, sagt der Projektmanager des Unternehmens Deutsche Glasfaser. Tanjsek verweist dabei auf Mainhausen, auch dort habe es zunächst nicht so gut ausgesehen. Doch letztlich hatten sich mehr als 50 Prozent der Haushalte für Glasfaseranschlüsse entschlossen - nun wird die kleinste Kommune im Kreis Offenbach als erste ihre Privathaushalte mit schnellem Internet ausrüsten lassen können. Froschhausen könnte nun folgen, die Bedingungen sind dieselben wie in Mainhausen. 40 Prozent - also 680 der 1700 Haushalte - müssen einen Vertrag auf zwei Jahre Laufzeit mit dem im westfälischen Borken ansässigen Unternehmen abschließen. Von heute an bis 26. November läuft eine Frist, innerhalb der die Froschhausener keine Anschlussgebühr bezahlen müssen. 750 Euro, sagt Tanjsek, könnten die sparen, die in diesem Zeitraum einen Kontrakt unterschreiben.

Weil viele potenzielle Kunden derzeit noch an andere Anbieter gebunden sind, wirbt die Deutsche Glasfaser damit, dass keiner, der wechselt, doppelt bezahlen muss. „Solange der alte Vertrag läuft, zahlt der neue Kunde nichts. Auch die Kündigung übernehmen wir“, betont Tanjsek. Erst nach Ablauf der alten Vereinbarung werde die monatliche Gebühr fällig.

Zunächst streckte die Deutsche Glasfaser ihre Fühler im Gewerbegebiet Reitpfad aus. Die Resonanz sei nicht so groß gewesen wie erhofft, räumt Tanjsek ein. Die Gründe dafür seien vielschichtig, meinte Bürgermeister Dr. Daniell Bastian. Vor allem bei den Kosten gingen die Vorstellungen oft weit auseinander. Der Rathauschef hofft, dass sich genug Froschhausener zu einem schnellen Anschluss entschließen. Hauptamtsleiterin Silvia von Meißner erinnert an die Proteste aus dem Seligenstädter Stadtteil, als seinerzeit die Kernstadt mit dem Vectoring-Verfahren der Telekom versorgt wurde. Froschhausen sei damals überhaupt nicht in den Ausbauplänen des Unternehmens vorgekommen. Und Bastian betont: „Jetzt ist die Perspektive da, jetzt haben sie es in Froschhausen selber in der Hand.“

Der Ausbau im Industriegebiet wird vom ersten bis voraussichtlich dritten Quartal 2019 dauern, sagt Tanjseks Kollege Frank Geltinger (Director Business Development). Wird die Quote für die Privathaushalte erreicht, können die Froschhausener ab Ende kommenden Jahres mit Lichtgeschwindigkeit durchs Netz surfen. Geltinger sagt auch, dass sein Arbeitgeber auch das Gewerbegebiet Dieselstraße in Klein-Welzheim mit Glasfaser versorgen werde. Ob die privaten Haushalte auch angeschlossen werden, ließen die beiden offen. Zunächst sei Froschhausen an der Reihe.

Smartspeaker auf der IFA

Details zu Tarifen, Abläufen oder Technik werden bei einem Infoabend am Dienstag, 11. September, 19 Uhr, im Bürgerhaus Froschhausen erläutert. Nach dieser Veranstaltung werden Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser an drei Tagen in der Woche mit einem Infostand gegenüber der Kirche an der Offenbacher Landstraße präsent sein. Außerdem kann man - wie in Mainhausen - die Entwicklung bei den Vertragszahlen online über www.deutsche-glasfaser.de verfolgen.

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