„Schwerer Schlag“ im Geleitsjahr

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Verein „Klatschmohn“ aus Seligenstadt verschiebt Kunst- und Handwerkermarkt aufs Jahr 2012.

Seligenstadt ‐ Im Geleitsjahr ist die Einhardstadt um eine große Veranstaltung ärmer geworden. Weil es „Engpässe in der Mitgliederstruktur“ beim Verein „Klatschmohn“ gibt, fällt der für das Wochenende 21./22. Mai geplante Zunft- und Handwerkermarktes aus und wird auf das kommende Jahr verschoben, teilt Vorsitzender Horst Müller mit. Von Oliver Signus

„Die Organisation eines derartigen Marktes führt einen kleinen Verein wie den Klatschmohn mit seinen rund 40 Mitgliedern schnell an die Grenzen des Machbaren“, erläutert Müller. Ein Problem sei dabei die Alterstruktur im Verein. Es gebe viele ältere Mitglieder, die hin und wieder ein Zipperlein plage. Ein paar neue und jüngere Mitstreiter seien zwar mittlerweile mit dabei, doch seien das noch zu wenig, um eine Veranstaltung dieses Formats zu stemmen, sagt Müller und verweist auf rund 100 Handwerker, die dabei sein sollten.

Der Zunft- und Handwerkermarkt, der alle zwei Jahre auf dem Gelände der ehemaligen Benediktinerabtei in Seligenstadt über die Bühne geht, ist ein großer Publikumsmagnet. Viele tausend Besucher strömen an den Wochenenden aufs Veranstaltungsgelände, um sich an den historischen Handwerkskünsten zu erfreuen.

Schwerer Schlag für den Heimatbund

Dass er in diesem Jahr nicht stattfindet, ist auch ein schwerer Schlag für den Heimatbund, der in diesem Jahr bekanntlich Geleitswochen feiert. Zwar ist der Handwerkermarkt nicht Teil des Geleitsfestes, sondern eine eigenständige Veranstaltung, wie Müller betont, doch hätte er gut ins Programm gepasst.

Um den Kunst- und Handwerkermarkt für das kommende Jahr zu organisieren, sucht der Verein „Klatschmohn“ nun tatkräftige Unterstützung. Interessenten können sich bei Horst Müller unter Tel. 24278 oder per E-Mail: info@klatschmohn-seligenstadt.de melden.

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite des Vereins „Klatschmohn“.

Heimatbundchef Richard Biegel bedauert, dass der „Klatschmohn“-Vorsitzende nicht früher zu ihm gekommen ist. „Wir hätten aus unseren Reihen locker zehn, zwölf Leute abstellen können, damit die dem Klatschmohn helfen“, betont er. Doch sei nun nichts mehr zu machen, da Müller den Handwerkern bereits abgesagt habe. Nun wolle er versuchen, die Lücke an diesem Maiwochenende anderweitig zu schließen. „In den nächsten Tagen werde ich meine Kontakte spielen lassen“, kündigt Richard Biegel an. Eine vergleichbare Veranstaltung sei aber unter zeitlichen Gesichtspunkten nicht mehr organisierbar. „Und einen Mittelaltermarkt einkaufen, das wollen wir auch nicht“, betont der Heimatbundchef. Die seien vorwiegend kommerziell, im Gegensatz zum „Klatschmohn“-Angebot, das einen schönen Einblick in mittelalterliche Handwerkskünste zeige.

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