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Seligenstadt: Abwasserpumpwerk fertig

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Mehrere Meter unter der Erde befinden sich insgesamt 14 etwa mannshohe Pumpen. Bei einem Tag der offenen Tür gibt es Gelegenheit, sich das moderne Abwasserpumpwerk anzuschauen und erklären zu lassen.
Mehrere Meter unter der Erde befinden sich insgesamt 14 etwa mannshohe Pumpen. Bei einem Tag der offenen Tür gibt es Gelegenheit, sich das moderne Abwasserpumpwerk anzuschauen und erklären zu lassen. © paw

Seligenstadt - Nach knapp zweieinhalb Jahren ist das neue Abwasserpumpwerk an der Steinheimer Straße fertig. Die Gesamtkosten für das teuerste Vorhaben seit Jahren beziffert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian auf 5,35 Millionen Euro.

Die Stadtwerke planen für Oktober einen „Tag der offenen Tür“, bei dem es Gelegenheit gibt, das neue Bauwerk zu besichtigen. Es war ein schwieriges Unterfangen und ging nicht ganz ohne Probleme über die Bühne, doch nun ist der Bau des neuen Abwasserpumpwerks an der Steinheimer Straße abgeschlossen. Zweieinhalb Jahre haben die Arbeiten gedauert, etwa 5,35 Millionen Euro hat das Projekt verschlungen. Der finanzielle Rahmen sei aber „nach heutigem Stand weitestgehend eingehalten“, bilanziert Bürgermeister Dr. Daniell Bastian, für den das Bauwerk „eine ganz besondere Herausforderung“ ist. So war bei der Realisierung die Insolvenz einer an den Arbeiten maßgeblich beteiligten Firma aus Erfurt zu verkraften. Auch mussten die Arbeiten bei laufendem Betrieb erledigt werden. Die Rücksichtnahme auf umliegende Bebauung - vor allem auf das unter Denkmalschutz stehende Badehaus - verlangte den Planern einiges ab. Ein Arbeitsunfall sei ebenfalls zu beklagen gewesen, doch sei der glimpflich ausgegangen, so Bastian weiter. Bei Außenstehenden sei der Eindruck entstanden, dass der Neubau - auch durch die Herstellung des Parkplatzes - längst fertig ist, doch seien noch Restarbeiten im Außenbereich und im neuen Pumpwerk selbst zu erledigen gewesen.

Die ältesten Teile des Abwassersystems (mehrere Pumpwerke, Regenüberlaufbecken, usw.) stammten aus dem Jahre 1963. Bis zu 75 Prozent des Seligenstädter Abwassers werden dort zusammengeführt und zur 800 Meter entfernten Kläranlage transportiert. Dabei kam es auch zu Geruchsbelästigungen, weil mehrere der älteren Bauwerke offen durchflossen wurden. Bei Erweiterungsmaßnahmen wurden die alten Teile aus Kostengründen in Betrieb gelassen. Doch irgendwann war eine Modernisierung der Anlage unausweichlich, sagt Bastian. Mit ersten Vorplanungen für die neue Anlage begann die Stadt bereits 2006, als sie eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gab. Nun habe man ein „effizientes Abwassersystem auf dem neuesten Stand der Technik“. Es werde Energie gespart, auch verringerten sich die Wartungskosten. „Die Geruchs- und Geräuschbelästigungen werden auf ein Minimum beschränkt“, beschreibt der Rathauschef weiter. Die entspreche dann den Empfehlungen der dafür geltenden Richtlinien über die hygienischen Anforderungen von Abwasseranlagen innerhalb von Wohngebieten.

Die Stadtwerke planen für Samstag, 7. Oktober, von 12 bis 16 Uhr einen „Tag der offenen Tür“. Nach einer Feierstunde besteht die Möglichkeit, das Bauwerk zu besichtigen. Mitarbeiter der beteiligten Ingenieurbüros, der Kläranlage und die Betriebsleitung der Stadtwerke stehen dabei Rede und Antwort. (sig)

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