„Behutsamer Umgang mit dem Stadtbild“

Seligenstadt (mho) - Trotz politischer Sommerpause setzt die Seligenstädter Bürgerinitiative (BI) „Stoppt die Stadtbildzerstörung“ ihre Aktivitäten fort.

Die BI, die sich „wegen des abschreckenden Ausmaßes der beabsichtigten Bebauung des Bahnhofgeländes“ am 8. Mai formierte, weist darauf hin, dass „an vielen anderen Stellen in der Stadt Neubauten ebenfalls von erschreckenden Ausmaßen erbaut wurden und werden, die das Stadtbild dauerhaft zerstören. “ Entsprechend sei daraufhin der BI-Name ausgefallen - „Stoppt die Stadtbildzerstörung“.

Die BI wählte einen Vorstand, wirbt in allen Stadtteilen um Unterstützung bei den Bürgern und verteilt Flugblätter. „Da die innerstädtische Nachverdichtung durch Neubebauungen nicht zum Nachteil der gewachsenen Wohngebiete gereichen darf, was ein harmonisches städtebauliches Erscheinungsbild unwiederbringlich zerstören könnte, liegt der behutsame Umgang mit dem Stadtbild der Bürgerinitiative besonders am Herzen“, fasst Güven Genc für den Vorstand der BI zusammen.

Bürgerschaft soll unterstützen

Um die Forderungen und Ziele mit Nachdruck in die politischen Gremien der Stadt Seligenstadt einzubringen, appelliert die BI an die Bürgerschaft, durch ihre Unterschrift auf den in zahlreichen Geschäften, Apotheken und Arztpraxen ausliegenden Listen diese Anliegen zu unterstützen.

Gegenwärtig vorrangiges Arbeitsziel der Bürgerinitiative ist die Vorbereitung der Bürgerversammlung zum Thema „Stadtentwicklung mit Schwerpunkt Bebauung des Bahnhofsgeländes“, die in der Stadtverordnetenversammlung am 25. Juni angekündigt wurde. Die Versammlung soll nach Angaben von Stadtverordnetenvorsteher Peter Sulzmann noch im August stattfinden. Die Bürgerinitiative möchte die Fraktionen davon überzeugen, den Antrag des Magistrates zur Aufstellung des „Bebauungsplanes 81“ - Bahnhofsgeländebebauung - abzulehnen und statt dessen „den schon vor langer Zeit beschlossenen Stadtentwicklungsplan einzufordern, der in vielen Nachbargemeinden bereits seit langem Standard ist. Dieser sollte sich nicht nur mit Bebauungen, sondern auch mit anderen wichtigen städtischen Handlungsfeldern wie Verkehr, Infrastruktur, Kultur/Tourismus, Bildung, Gewerbe oder Grünflächen beschäftigen.“

Bürgerinitiative begrüßt Vereinbarung im Ältestenrat

Die Bürgerinitiative, so Güven Genc weiter, begrüße deshalb ausdrücklich die Vereinbarung im Ältestenrat der Stadtverordnetenversammlung, eine Bürgerversammlung zu dieser Thematik einzuberufen. Sie wünscht die Bürgeranhörung, bevor über eine Bauleitplanung für das gesamte Stadtbild entschieden wird. Die Bürgerinitiative „Stoppt die Stadtbildzerstörung“ ruft daher Bürger auf, Visionen, Ideen und Entwürfe zu entwickeln und dem Vorstand mitzuteilen. Außerdem verweist die BI auf ihr nächstes Treffen am Dienstag, 24. Juli, ab 20 Uhr in Kleins Brauhaus an der Bahnhofstraße.

Weitere Infos auf der Internetseite der Bürgerinitiative

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