CDU-Fraktion: Keinerlei Geschäftsbeziehungen

Bergmann hielt Depesche für harmlos

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Startseite der Hessen-Depesche vom vergangenen Montag: Top-Themen sind Berichte über die FDP im Bundestagswahlkampf sowie die Bedrohung durch Links- und Islamextremismus.

Seligenstadt - Neben der Kreis-CDU reagierte auch die Seligenstädter CDU-Stadtverordnetenfraktion auf die Berichterstattung über mögliche Verbindungen der Union zum fragwürdigen Mediennetzwerk „Hessen-Depesche“.

„Die CDU Fraktion in Seligenstadt unterhält keinerlei Geschäftsbeziehungen zur Hessen-Depesche“, so Fraktionsvorsitzender Joachim Bergmann. „Ebenso ist uns nicht bekannt, dass ein Stadtverordneter Gesellschafter einer Firma aus dem betreffenden Unternehmensgeflecht sei. “ Bergmann reagiert damit auf Recherchen von hr-Info, denen zufolge „ein CDU-Stadtverordneter Alleingesellschafter einer Firma ist, die auch im Unternehmensgeflecht um die Depesche herum eingebunden war.“

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Nicht korrekt ist indes die hr-Info-Behauptung, die Pressesprecherin der CDU Seligenstadt sei „Anteilseignerin der Eigentümergesellschaft der Depeschen“. Die Pressesprecher-Stelle des CDU-Ortsvereins ist vakant, zuvor bekleidete Verena Rohrböck diese Position. In ihrer Familien waren/sind mehrere Personen Parteimitglieder, sie selbst war im März 2016 auf dem hervorragenden vierten Listenplatz der Union in die Kommunalwahl gegangen, landete schließlich abgeschlagen auf Platz 20 und schaffte den Einzug in die Stadtverordnetenversammlung nicht.

Auch CDU-Stadtverbandschef Dr. Richard Georgi hatte sich im Namen der Union Seligenstadt „von allen extremen politischen Positionen“ distanziert. Private und geschäftliche Aktivitäten wollte er nicht kommentieren. Verständlich – aber genau um die geht es in diesem Zusammenhang.

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Zur Presseverteiler-Frage bezieht Fraktionschef Bergmann Position: Die E-Mail-Adresse info@hessen-depesche.de sei „Teil unseres Presseverteilers, der mehrere Medienkontakte der Region beinhaltet (...) Ebenso sind unsere Pressemitteilungen und Pressebilder auf unserer Homepage für jeden zum Abruf verfügbar.“ Ein Verdacht über rechtsextremistische Beziehungen der umstrittenen Publikation „bestand bis zum heutigen Tag bei uns nicht. Insbesondere die veröffentlichten Interviews mit Funktionären der Jungsozialisten im Kreis Offenbach, dem Fraktionsvorsitzenden der FDP im Landtag René Rock oder dem grünen Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch ließen diesen Schluss auch nicht zu.“ (mho)

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