Und ab ins kühle Nass!

Freischwimmbad in Seligenstadt öffnet mit Corona-Auflagen

Begrenzt ist die Besucherzahl in den Becken.
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Begrenzt ist die Besucherzahl in den Becken.

Ungeduldig haben Wasserratten und Verantwortliche auf die Öffnung des Seligenstädter Freibads gewartet.

Seligenstadt – „Die Corona-Krise hat den Mitarbeitern der Verwaltung und dem Team um Betriebsleiter René Rüggenbreer viel abverlangt“, berichtet Bürgermeister Daniell Bastian (FDP). „Um unsere Anlage startklar zu machen, mussten wir zahlreiche Vorkehrungen treffen, die vom Land Hessen verordneten Hygieneauflagen und Abstandsregeln einzuhalten. “.

In dieser Zeit wurde einiges Geld in die Anlage gesteckt; hat doch das Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramms (SWIM) des Landes Hessen der Stadt bisher 338 000 Euro Fördermittel beschert. So freuen sich die Damen über eine Komplettsanierung ihrer Duschen und Umkleiden. Das Kassenpersonal sitzt in einem nagelneuen, funktional gestalteten Häuschen. Die Umkleidekabinen am Eingang sind durchgängig erneuert. In mehreren Gebäudeteilen wurden die alten Fenster durch moderne ersetzt. Und die Lagerkapazitäten für die vielen eingesetzten Geräte wurden durch den Bau einer Garage beachtlich erweitert.

Drei coole, sonnenbebrillte Typen: Bürgermeister Daniell Bastian, Betriebsleiter René Rüggenbreer und Stellvertreter Jörg Bussian (von rechts).

„Auf Hochtouren laufen die Planungen für eine neue Eltern-Kind-Zone“, blickt der Rathauschef in die Zukunft. Diese soll in den nächsten Jahren realisiert werden – zur Freude junger Familien.

Neu geregelt ist der Kartenverkauf. Unter www.freibadtickets.de kann jeder ein Billett zu drei, ermäßigt 1,50 Euro für eine begrenzte Zeit an einem bestimmten Tag buchen. Drei Fenster stehen zur Wahl: 9 bis 12, 13 bis 16 oder 17 bis 20 Uhr. Dazwischen wird die Anlage geräumt, um Umkleidekabinen sowie Nasszellen zu reinigen und zu desinfizieren.

Wasser frei heißt es von heute an endlich wieder im Seligenstädter Freischwimmbad an der Zellhäuser Straße.

Zutritt gibt es entweder mit ausgedrucktem Ticket oder mit QR-Code auf dem Handy. Beim Betreten der Anlage werden die Gäste im System verbucht und nach Verlassen wieder ausgetragen. Wer nicht online ist, kann auch in der Tourist-Info bestellen. Der Vorteil liegt darin, dass jeder sieht, ob am Wunschtag Plätze frei sind. Zehner- und Dauerkarten sind nicht im Angebot. Saisonkarten für 2020 und Zehnerkarten von 2019 können gegen Erstattung des Kaufpreises beziehungsweise des Restwerts werktags zwischen 8.30 und 12 Uhr an der Rathauspforte zurückgegeben oder nächstes Jahr genutzt werden.

Gesperrt sind der Sprungturm (Bild) und die Rutsche.

Eine Vorgabe ist, dass nur eine Person auf fünf Quadratmeter Wasserfläche kommt; bei 2000 Quadratmetern sind das 400 Besucher, maximal also 1200 am Tag. Rutsche und Sprungturm bleiben gesperrt, ebenso Garderobenschränke und Kleinkinderbereich. Ein Verkauf von Speisen und Getränken am Kiosk ist geplant. Dennoch mahnt Bürgermeister Bastian zu Geduld und Disziplin, erinnert an den Mund-Nase-Schutz in ausgewiesenen Zonen.

Neu ist übrigens auch die städtische Chefin für Sport und Kultur: Vivian Wein löst den langjährigen Amtsinhaber Andreas Frech ab, der Mitte Juli als Geschäftsführer zum Zweckverband Schul- und Sportzentrum seines Wohnorts Lohr wechselt. (Von MARKUS TERHARN)

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