Ab 26. Februar gesperrt

Halbjährige Sperrung am Kapellenplatz - Kosten von 1,5 Millionen Euro

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Bypässe für die Hauptschlagader des Verkehrsnetzes: Für ein halbes Jahr bleibt der Kapellenplatz gesperrt.

Eine Ankündigung mit hoher Symbolik: Unmittelbar nach den närrischen Tagen im Schlumberland ist auch rund um den Kapellenplatz Schluss mit lustig. Am Aschermittwoch (26. Februar) beginnt eine halbjährige Vollsperrung.

Seligenstadt – „Nachdem der erste Bauabschnitt vor Weihnachten planmäßig abgeschlossen wurde, folgt die komplexe, anspruchsvolle zweite Phase“, kündigt Bürgermeister Daniell Bastian (FDP) an. Die Stadt modernisiert bekanntlich ihre Infrastruktur rund um den Platz, „Hauptschlagader“ und einer der neuralgischsten Punkte im Verkehrsnetz. Die Gesamtbaukosten (Anteil der Stadt) betragen 1,5 Millionen Euro.

Vor den eigentlichen Arbeiten gilt es zahlreiche Versorgungsleitungen zu erneuern. Start ist mit dem Bau einer Kanalleitung samt Hausanschlüssen. Danach können Wasser- und Gasleitungen nebst Hausanschlüssen in Angriff genommen werden sowie Kabelbauarbeiten an Strom- und Telekommunikationsleitungen. Des Weiteren wird die Straßenbeleuchtung des Kapellenplatzes erneuert und auf stromsparende LED-Technik umgestellt.

„Es ist keine leichte Aufgabe, eine sichere Verkehrsführung für diesen Bauabschnitt zu erarbeiten, zudem muss die Erreichbarkeit der Kernstadt gesichert sein. Ohne Einschränkung ist eine solche Baumaßnahme an einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt nicht umsetzbar“, machen Bürgermeister Bastian sowie Erster Stadtrat Michael Gerheim (SPD) deutlich und verweisen auf die Verkehrsregelungen während der Bauzeit (dazu Kasten).

Nach zahlreichen Abstimmungsgesprächen, die teils bis 2017 zurückreichen, mit Fachbehörden, Polizei, Feuerwehr, Kreis Offenbach, Kreisverkehrsgesellschaft, Nachbargemeinde Hainburg, Hessen Mobil, Stadtwerken und Rathausämtern fällt Aschermittwoch der Startschuss: Der Kapellenplatz wird total gesperrt. Die Planung sieht einen einstreifigen Kreisel mit einem Außendurchmesser von 28 Metern vor. An der Frankfurter Straße sind durch Wegfall der Linksabbiegestreifen auf der Nordseite breitere Gehwege möglich. Zudem werden entlang der Emmaklinik Parkstreifen angelegt. Zur Berücksichtigung der Fußgänger sowie zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind an den Knotenpunktarmen Fußgängerüberwege angeordnet. Diese können, ausgenommen die Kapellenstraße, mit sogenannten Querungshilfen ausgeführt werden.

Da die umlaufenden Gehwege verbreitert werden, sind direkte Verbindungen möglich – was die Mobilität der Fußgänger verbessert, sagen die Planer. Nach Möglichkeit werden Schutzstreifen für Radler auf der Fahrbahn aufgetragen. Auch an in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Menschen ist gedacht: Niveaugleiche Übergänge und Aufmerksamkeitsfelder mit taktilen Platten als Orientierungshilfen werden geschaffen. Das betrifft im Wesentlichen die Fußgängerüberwege in Längs- und Querrichtung.

„Nach Abschluss der Arbeiten steht ein leistungsfähiger, positiv für den Verkehrsablauf ausgebauter Kreisel zur Verfügung“, sind Bürgermeister Bastian und Stadtrat Gerheim überzeugt. 

 mho

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