Wo einst Handwerker wirkten

Bauarbeiten im Klosterhof der Benediktinerabtei fast abgeschlossen

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Stolz auf Geleistetes: Landschaftsarchitekt Christof Manus (Schlösserverwaltung, links) und Uwe Krienke, Hausherr der Klosteranlage.

Fast abgeschlossen sind die umfänglichen Bauarbeiten im Hof der früheren Seligenstädter Benediktinerabtei.

Seligenstadt – Die Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten hat einen Brückenübergang um mehrere Meter zur Klostermühle hin verlagert und Abdichtungen zu den Schütten im Mühlgraben vorgenommen. Zudem ließ sie die Fundamente eines Mitte des 17. Jahrhunderts errichteten, 1817 abgerissenen Handwerkerbaus in Teilen freilegen. Der Baukörper des früheren „Handwergleut-Officin“ verlief quer über den Hof. Er trennte den geistlichen Prälaturtrakt im Norden von den weltlichen Wirtschaftsgebäuden im Süden.

Noch nicht identifiziert ist dieser Münzfund.

Laut Landschaftsarchitekt Christof Manus von der Staatlichen Verwaltung der Schlösser und Gärten bedingte der frühere Standort des Handwerkerbaus die historische Lage der Brücke am Mühlenzulauf: „Das Gebäude zwischen dem sogenannten Engelsgärtchen und der Kanalrinne stieß ursprünglich weiter in Richtung Mühle vor.“ Deshalb müsste der Übergang verlegt werden.

„Finanziert hat’s der Förderkreis Historisches Seligenstadt“, freut sich Außenstellenleiter Uwe Krienke. „Als nächste Schritte folgten die archäologischen Grabungen nach dem Handwerkerbau, abgestimmt mit dem Landesamt für Denkmalpflege und sorgfältig dokumentiert.“

Zur besseren Präsentation der historischen Dimensionen des Hauses mit Arbeitsräumen von Handwerkern (ein um 1712 entstandener Kupferstich von Johann Stridbeck zeigt sie) mauerten Arbeiter die Reste mit Sandsteinen auf. Die neu entstandene Grundfläche ließ die Schlösserverwaltung mit Erde auffüllen und mit Rasen einsäen. „Zudem haben wir wie überall im Umfeld Flusskiesel verstreut“, berichtet Manus.

Künftig soll die ehemalige Nord-Süd-Trennung des Klosterhofs deutlicher gestaltet sein. Krienke zufolge stehen weitere kleinere Arbeiten an: „Dazu zählen der Einbau von Pflasterkanten und Kniegeländern an der großen Rasenfläche, die Anlage von Wegeflächen, Brunnenbohrungen sowie eine automatische Bewässerung.“ 

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