Hopper ersetzt zwei Buslinien

Seligenstadt bezuschusst Nahverkehrssystem mit 350. 000 Euro

Hopper-Premiere im Juni auf dem Seligenstädter Marktplatz: Das Anrufsammeltaxi plus soll im neuen Jahr die beiden Buslinien OF 81 und OF 82 ersetzen.
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Hopper-Premiere im Juni auf dem Seligenstädter Marktplatz: Das Anrufsammeltaxi plus soll im neuen Jahr die beiden Buslinien OF 81 und OF 82 ersetzen.

Die Seligenstädter Investitionen in barrierefreie Bushaltestellen, allein im kommenden Jahr sind weitere 170 000 Euro veranschlagt, zählen haushaltstechnisch zum Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Seligenstadt - Das ist natürlich nicht alles, denn die Einhardstadt zahlt anteilig Zuschüsse an die Kreisverkehrsgesellschaft (kvgOF), die die Anbindung der Stadt an das Nahverkehrssystem im Rhein-Main-Gebiet organisiert und sicherstellt. Der Betrag liegt im kommenden Jahr immerhin bei 350 000 Euro. Das sind im Wesentlichen die anteiligen Kosten für die verschiedenen Buslinien.

Seligenstadt (Hessen): Linie 58 kostet 67.000 Euro

Demnach kostet die im Dezember 2016 eingeführte Linie 58 (Weiskirchen, Seligenstadt, Zellhausen, Mainaschaff, Aschaffenburg) die Einhardstadt 67 000 Euro. Die zweite eingeführte Linie, die 57 von Zellhauen über Stockstadt nach Großostheim und zurück, die die bayerische Verkehrsgesellschaft Unterfranken der kvgOF damals als Dreingabe abverlangte, ist inzwischen mangels Fahrgastaufkommen eingestellt.

Dafür zahlt die Stadt für die Linie OF 85 (Zellhausen, Seligenstadt, Obertshausen) anteilig 55 000 Euro, für den 86er (Zellhausen, Mainflingen, Seligenstadt, Hainburg, Obertshausen) 50 000 Euro und für den 99er (Langen, Dreieich, Dietzenbach, Jügesheim, Seligenstadt) 86 000 Euro.

Seligenstadt (Hessen): Hopper ersetzen zwei Buslinien

Aus der Busliste gestrichen sind die Linie OF 81 (Anrufsammeltaxi AST Mainhausen, Seligenstadt, Hainburg, Klein-Auheim) und die OF 82 (Citybus Seligenstadt). Diese beiden Jobs übernimmt inzwischen der sogenannte kvg-Hopper (AST plus; On-Demand-Angebot), der im Sommer als Modellvorhaben des Kreises in Seligenstadt gestartet wurde.

Veranschlagt hat die Stadt Seligenstadt dafür die Summe der bisherigen Zuschussbeträge von OF 81 und 82, rund 92 000 Euro. Dies mit einem Fragezeichen am Ende. „Genauere Kalkulationen sind erst nach Ablauf der Testphase möglich“, ist im Seligenstädter Etatentwurf 2020 zu diesem „Vorreiterprojekt in Hessen“ (Erster Kreisbeigeordnete Claudia Jäger) zu lesen.

Seligenstadt (Hessen) muss Haltestellen barrierefrei machen

Bei den Bushaltestellen steht die Stadt übrigens unter Zeitdruck. Nach den Vorgaben des Personenbeförderungsgesetzes müssen bis zum Jahr 2022 alle Halte vollständig barrierefrei gestaltet sein. Ein Verpflichtungsermächtigung im neuen Seligenstädter Etat 2020 in Höhe von insgesamt 470 000 Euro soll sicherstellen, dass die Maßnahmen in den kommenden Jahren zügig weitergeführt werden.

VON MICHAEL HOFMANN

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