"Nicht akzeptabel" 

"Da kriegt man das Heulen": Grüne bemängeln zu wenige Bäume und Grünflächen 

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Eisenbahnstraßen-Bäume: Tags Schattenspender, nachts Abkühlungshilfe. 

Seligenstadt – „Mangelnde Einstellung zu städtischen Grünflächen und Baumpflanzungen innerhalb neu geplanter öffentlicher Verkehrsflächen“ prangern Seligenstadts Grüne an.

Seligenstadt - Gerade in Zeiten, in denen jeder wisse, dass mehr Grün positive Auswirkungen auf das innerstädtische Klima habe, sei es verwunderlich, „dass dieses Thema innerhalb der Koalition aus SPD, FDP und FWS so stiefmütterlich behandelt und dementsprechend von der Verwaltung umgesetzt wird“, so Adina Biemüller aus der Grünen-Fraktion.

Seligenstadt: Grüne kritisieren Koalition 

Neben der Bebauung seien es „die vielen gepflasterten und asphaltierten Flächen, die dafür sorgen, dass es innerhalb der Städte immer wärmer wird“. Dabei könnten Bäume in ihrer Funktion als Schattenspender tags zu geringerer Aufheizung und nachts zur Abkühlung beitragen. 

Natürlich müsse ein ausreichend bemessener Pflanzbereich zur Verfügung gestellt werden, damit Bäumen sich ordentlich entwickeln können und dauerhaft Bestand haben.

„Ich kann es einfach nicht fassen, dass bei der Anbindung des Gewerbegebiets an den Westring auf einer Straßenlänge von 200 Metern nur sechs Bäume gepflanzt werden sollen und deren Pflanzbereiche auch noch so klein ausgelegt sind, dass man das Heulen kriegt“, so die Öko-Politikerin weiter. 

Mehr Stellplätze für Autos? "Nicht unsere Aufgabe" 

Dabei könne die Politik „hier und jetzt aktiv werden und die Weichen für eine Stadtplanung stellen, die dem Klimawandel etwas entgegensetzt.“

Vor einem Jahr votierten die Grünen für den Ausbau des Westrings als Fahrradstraße bei Erhöhung der Zahl von Baumstandorten, Verwendung wasserdurchlässiger Pflasterung wo möglich sowie Errichtung von Sitzgelegenheiten im Gehwegbereich zur Förderung der Nahmobilität. „Es ist nicht unsere Aufgabe, für eine möglichst große Zahl von Pkw-Stellplätzen zu sorgen. 

Unsere Aufgabe ist es, Entscheidungen zu treffen, die der Allgemeinheit zugute kommen. Und da sind mehr Grünflächen und Bäume zum Gemeinwohl definitiv zu präferieren. Das derzeitige Verhältnis ist einfach nicht akzeptabel,“ pflichtet Kollegin Petra Werk bei.

Auch Umgang mit bestehenden Bäumen missfällt Grünen 

Auch der Umgang mit den Bestandsbäumen, etwa auf dem Bahnhofsgelände, missfällt den Grünen. 16 von ihnen sollen gemäß Vorzugsvariante im September gefällt werden. Noch sei es möglich, zumindest den Bestand der Bäume im Süden der Eisenbahnstraße zu sichern, die Zahl von Neuanpflanzungen massiv zu erhöhen und alles zu geben, um die Bäume auf der östlichen Seite, wie geplant, zu erhalten – „selbst wenn dies in der Ausführung zu Mehrkosten führen sollte“, betont Biemüller. 

„Und da sehe ich den Bürgermeister Dr. Daniell Bastian und den Ersten Stadtrat Michael Gerheim in ganz besonderer Verantwortung.“ mho

Mehr Infos zu Seligenstadt: Die Banken in der Region sind weiter auf dem Rückzug. Im Seligenstädter Stadtteil Klein-Welzheim schließen gleich zwei Filialen. Die Nachfrage an städtischen Baugrundstücken in Seligenstadt ist hoch. Die Stadt führt eine Liste. 

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