Zukunft nicht verbauen

Pläne der SPD zum Jahnsportplatz und dazugehöriger Halle

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SPD-Termin auf dem Jahnplatz (v.l.): Nicole Fuchs, Stadtrat Michael Gerheim, Dr. Martina Ritter, Dr. Reiner Stoll, Rolf Wenzel und Franz A. Roski.

Mit seinem klaren Votum für eine neue städtische Halle auf dem Jahnsportplatz hat Bürgermeister Dr. Daniell Bastian (FDP) in der TGS-Jahresversammlung nach Ansicht der SPD Schwung in die Diskussion gebracht.

Seligenstadt – Bekanntlich hat der SPD-Ortsverein schon vor rund zwei Jahren ein Konzept zur Entwicklung des Gebiets um den Jahnsportplatz einschließlich TGS-Halle vorgelegt (www.seligenstadt2030.de). Bei einem Ortstermin hat der Parteivorstand jetzt „die Notwendigkeit einer mutigen, großen Lösung“ bekräftigt, um die Entwicklung der Stadt voranzutreiben. Das Konzept hat nach Überzeugung des SPD-Vorsitzenden Dr. Reiner Stoll nichts von seiner Aktualität eingebüßt. „Auch ohne große Gutachten war damals schon klar, dass die Halle bei Weitem nicht mehr den heutigen Sicherheits- und Nutzungsanforderungen genügt und eine Renovierung nur Geld und Zeit verschwenden würde.“

Jahnsportplatz eines der wenigen freien Gelände in der Nähe der Altstadt

Allerdings hatte die SPD schon damals gefordert, dass ein Projekt dieser Größenordnung „zwingend in den Zusammenhang der Entwicklung Seligenstadts als Ganzes“ zu stellen sei. Der Jahnsportplatz sei zusammen mit dem ehemaligen Stadtwerkegelände und dem Festplatz am Main das einzige noch freie Gelände in der Nähe der Altstadt. Diese Fläche habe ein großes Entwicklungspotenzial. „Eine vorschnelle Einzellösung, so wie sie jetzt diskutiert wird, darf es hier nicht geben. Denn damit würden wir uns unsere Zukunft verbauen“, sagt die SPD. Kommunalpolitisches Ziel der Partei sei es, die Attraktivität der Stadt für Bewohner und Gäste zu erhöhen und dabei die Wirtschaftskraft zu stärken. Unter dieser Prämisse sieht die SPD die Stadt in einer Zentrumsfunktion (Kultur, Tourismus, medizinische Versorgung, Kongresszentrum am Rande des Rhein-Main-Gebiets). Es sei klar, dass für die Entwicklung der einzige brachliegende Bereich am Rande der Altstadt vor dem Steinheimer Tor eine Schlüsselrolle spiele. 

Auch für Großveranstaltungen 

Die SPD schlägt dazu folgende Gesamtplanung vor: Auf dem Jahnsportplatz hinter der jetzigen TGS-Halle wird eine „große“ Halle gebaut, die nicht nur den TGS-Bedürfnissen genügt, sondern in Ausnahmefällen auch für Großveranstaltungen verschiedenster Art genutzt werden kann. Daneben entsteht anschließend ein „schöner“ Saal, der für kulturelle Veranstaltungen und Empfänge genutzt wird, aber auch den Vereinen zur Verfügung steht. „Zusammen mit den gemeinsam genutzten Nebenräumen entsteht so ein attraktiver, vielfältig nutzbarer Treffpunkt für Bürger und unsere Gäste. Dieses Zentrum ersetzt dann auch den Riesensaal in der Altstadt, der bei näherer Betrachtung den heutigen Anforderungen Seligenstadts nicht mehr entspricht.“

Chance nicht verbauen

Auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände entsteht eine attraktive Treppen-/Rampenanlage zum Mainufer, und an Stelle des alten Schützenhauses oder unterhalb eine Gastronomie. Am Mainufer lädt im Sommer ein kleiner Strand mit Strandkörben und einem Kiosk zum Verweilen ein. „Wir sind sicher, dass ein solches Projekt für die Zukunft Seligenstadts eine ähnliche Bedeutung hat wie die Sanierung der Altstadt und des Klosters mit seinen Gärten. Lasst uns diese Chance nicht verbauen!“, so Reiner Stoll.

Bürgermeister Dr. Bastian unterbreitete in diesem Zusammenhang auch weitere Vorschläge: Neben der Erweiterung der Konrad-Adenauer-Schule zur ganztägig arbeitenden Grundschule sei auf dem Gesamtgelände mittelfristig ein zusätzlicher Kindergarten vorgesehen. Wie im städtebaulichen Konzept beschlossen, soll ein Drittel des Jahnsportplatzes als Frischluftschneise und städtischer Grünzug erhalten bleiben. Die restliche Fläche sei für Wohnbebauung zur teilweisen Gegenfinanzierung vorgesehen. Bereits im Herbst will Bastian der Öffentlichkeit ein erstes Grobkonzept vorstellen.  

mho

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