Ja zur Nachbesserungsklausel

Stadt kauft 6000 Quadratmeter Bahngelände für 360.000 Euro

Seligenstadt - Die Stadt investiert rund 360.000 Euro in den Erwerb von etwa 6000 Quadratmetern Bahngelände. Auch mit einer Nachbesserungsklausel zeigen sich die Parlamentarier einverstanden. Von Michael Hofmann

Wichtige Etappe in der unendlichen Geschichte „Seligenstädter Bahngelände“. Einstimmig und ohne weitere Diskussionen befürwortete die Stadtverordneteversammlung dieser Tage eine Magistratsvorlage, nach der die Stadt das fast 6 000 Quadratmeter große Flurstück 3 (370/17) auf dem Bahngelände für rund 360.000 Euro erwirbt. Das entspricht einem Preis von 60 Euro pro Quadratmeter (Gutachten vom Januar 2015). Gleichzeitig verpflichtet sich die Stadt Seligenstadt zu einer Nachbesserung des Kaufpreises für den Fall, dass das Grundstück oder Teile davon innerhalb von 20 Jahren in Bauland umgewandelt werden. In diesem Fall erhöht sich der Kaufpreis, wie in einem früheren Gutachten ermittelt, um 947.000 Euro auf 1,3 Millionen.

Zur Historie: Im Jahr 2009 hatte die Bahn ein Wertgutachten in Auftrag gegeben, in dem die nördliche Teilfläche des Bahngeländes (4150 Quadratmeter) auf 240 Euro/Quadratmeter und die südliche Teilfläche (2500 Quadratmeter) auf 170 Euro pro Quadratmeter festgelegt wurden. Im Dezember 2010 beschloss die Stadtverordnetenversammlung die Aufstellung eines Bebauungsplans für diese Fläche, die ausschließlich vom ruhenden Verkehr, vom Öffentlichen Personennahverkehr sowie als Grünfläche genutzt werden soll. Die Gutachter-Werte der Bahn waren für die Stadt damit nicht akzeptabel.

Alles zum Bahnhof Seligenstadt lesen Sie auf unserer Themenseite

Eine später gemeinsam vereinbarte neue Expertise legte den Wert des inzwischen neu gebildeten Flurstücks 370/17 auf 60 Euro pro Quadratmeter fest. Die Bahn signalisierte der Stadt gegenüber Verkaufsbereitschaft, bestand jedoch auf der „Nachschussverpflichtung“. Um den Ankauf finanzieren zu können, übertrug die Stadt Restmittel in Höhe von 700.000 Euro aus dem Jahr 2012 nach 2013. Von 2013 wurden Restmittel in Höhe von 311.000 Euro nach 2014 übertragen. „Da der Verkauf auch 2014 noch nicht abgeschlossen werden konnte, wurden wiederum Restmittel von 790.000 Euro nach 2015 übertragen“, so der Magistratsbericht. Im Etat 2015 stehen nun ausreichend Mittel zur Verfügung, um neben dem Kaufpreis von 360.000 Euro auch die Nebenkosten von 23.500 Euro bestreiten zu können.

Rubriklistenbild: © Archiv: Signus

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare