„Massive Unwahrheiten“

Rathausspitze in Seligenstadt sauer auf Freunde der Hans-Memling-Schule

Hans-Memling-Schul-Plakat in der Seligenstädter Altstadt: Ein Antrag auf behördliche Genehmigung wurde erst zum Rosenmontag gestellt, so die Stadtspitze.
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Hans-Memling-Schul-Plakat in der Seligenstädter Altstadt: Ein Antrag auf behördliche Genehmigung wurde erst zum Rosenmontag gestellt, so die Stadtspitze.

Wenn von vorsätzlicher Täuschung, massiven Unwahrheiten oder Unterstellungen die Rede ist, muss Feuer unterm Dach sein.

Seligenstadt – In der Tat sehen Bürgermeister Daniell Bastian (FDP) und Erster Stadtrat Michael Gerheim (SPD) derzeit rot, wenn sie auf die Aktivitäten der Freunde der Hans-Memling-Schule im Vorfeld der Bürgerbefragung zu sprechen kommen. „Zum wiederholten Male kursieren Falschmeldungen und Verunglimpfungen, die so nicht stehen gelassen werden können“, betonen beide. Es sei legitim und gewünscht, dass jeder mit Herzblut für seine favorisierte Variante werbe und kämpfe. „Die Grenze ist aber erreicht, wenn sehr bewusst das Meinungsbild durch Unwahrheiten und haltlose Vorwürfe beeinflusst wird. “.

Seligenstadt: Konflikt zwischen „HMS-Freunden“ und Bürgermeister

Von den HMS-Freunden, klagt Bastian, kämen immer wieder Vorwürfe, das auf der städtischen Internetseite veröffentlichte Gutachten des Planungsbüros Knapp/Kubitza, seit fast einem Jahr öffentlich zugänglich, sei nicht neutral beziehungsweise von der Rathausspitze bewusst gelenkt worden. „Das sind ungeheuerliche Vorwürfe, die in der Bereich der üblen Nachrede gehen und ein renommiertes Planungsbüro sowie die städtische Verwaltung mit dem Ziel verunglimpfen, die Wählerschaft zu Gunsten der eigenen Kon-zeptvariante zu beeinflussen. Das ist ganz schlechter Stil und auch sehr unfair gegenüber den anderen beiden Varianten“, so Bastian und Gerheim, die den Verein auffordern, zum fairen Wettbewerb zurückzukehren.

Im Vorfeld hatte es intensive Gespräche mit allen drei Konzeptgebern auf Grundlage ihrer eingereichten Vorschläge gegeben. Im Beisein der jeweiligen Vertreter, von Mitarbeitern des Bauamts, Stadtrat Gerheim und der Experten des Planungsbüros seien die Vorschläge konkret abgestimmt worden. „Daraufhin ermittelten die Fachleute die zu erwartenden Kosten oder Einnahmen. Wenn danach Änderungen an einzelnen Konzepten vorgenommen werden, kann es nicht sein, dass die Stadt jedes Mal die kompletten Aufstellungen überarbeitet.“

Seligenstadt: Stadtspitze über Werbebanner in der Altstadt

Weiter weisen Bastian und Gerheim darauf hin, dass die Aussage in unserer Zeitung vom 17. Februar, die Werbebanner in der Altstadt seien genehmigt, „bis heute nicht der Wahrheit entspricht“. Im Gegenteil seien nach Aufforderung durch die Bauaufsicht des Kreises Offenbach bereits mehrere Banner abgenommen worden, bei den übrigen seien Fristen gesetzt. Auch sei eine behördliche Genehmigung noch gar nicht möglich, da erst zum Rosenmontag überhaupt ein solcher Antrag gestellt worden sei. „Auch da wurde die Öffentlichkeit bewusst falsch informiert“, so die Rathausspitze. 

mho

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