Deutsche Glasfaser erkundet Interessenlage

Seligenstadt: Schnelles Internet fürs westliche Stadtgebiet

Geplantes Nachfragegebiet westlich der Bahn: Geschosswohnungseinheiten sind ausgenommen.
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Geplantes Nachfragegebiet westlich der Bahn: Geschosswohnungseinheiten sind ausgenommen.

Seligenstadt erwies sich für die Deutsche Glasfaser bislang als recht gutes Pflaster. Von wenigen Unpässlichkeiten abgesehen war der Glasfaserausbau in den vergangenen Jahren in den Stadtteilen Froschhausen und Klein-Welzheim erfolgreich. Nun soll es mit dem Projekt „Glasfaser für Seligenstadt-West“ weitergehen.

Seligenstadt – In der positiven Bewertung des bisherigen Ausbaus sind sich Seligenstadts Bürgermeister Daniell Bastian und Senior-Projektmanager Mirko Tansjek beim Rathaus-Termin einig. Der Glasfaser-Manager gibt sich deshalb betont zuversichtlich: „Unser Ziel ist ganz Seligenstadt, wir haben 2400 Wohneinheiten mit Glasfaser versorgt, und da soll nicht Schluss sein. Wir wollen Teil dieser Kommune werden.“ Die Deutsche Glasfaser plant auch für Seligenstadt-West (Stadtgebiet westlich der Eisenbahnlinie) die Nachfragebündelung für den Ausbau einer zukunftsfähigen FTTH (Fiber to the Home)-Infrastruktur. Start ist am 9. April, die Umfrage soll bis zum 5. Juli laufen.

Von 1695 Haushalten benötigt das Telekommunikationsunternehmen bekanntlich 40 Prozent, um mit dem Glasfaserausbau zu starten, das sind knapp 680 Einheiten. Im Einsatzgebiet sind lediglich einige große Geschosswohnungseinheiten ausgenommen, auch das derzeit von Terramag-Experten entwickelte Riesenbaugebiet Südwestlich des Westrings ist außen vor. „Noch zu früh“, sagt Bastian.

„Die Bürger des westlichen Stadtgebiets erhalten die Chance auf eine leistungsfähige Internetverbindung ins eigene Haus mit Übertragungskapazitäten in Lichtgeschwindigkeit“, freut sich der Bürgermeister. Der Breitbandausbau sei ein wichtiger Standortfaktor in Seligenstadt, fügt der Rathauschef hinzu. „Insbesondere die vergangenen Monate mit Home-Schooling und Home-Office haben gezeigt, dass es Zeit für einen deutlichen Digitalisierungsschub ist.“

Schnelles Internet, so Bastian weiter, sei bei der Gebäude-Infrastruktur inzwischen Standard wie Strom, Wasser oder Energieversorgung. Seligenstadt-West erhalte bei einer Vertragsquote von 40 Prozent „ein eigenes Glasfasernetz, also eine komplett neue Daten-Infrastruktur“, ergänzt Mirko Tansjek, der mit Bastian auch einen Blick in die Zukunft wagt. Eine Erschließung der Altstadt erscheint als echte Herausforderung: schwierige Bedingungen für den Tiefbau, Kopfsteinpflaster und Kostendruck fallen als Stichworte.

Weitere Informationen zum Projekt „Glasfaser für Seligenstadt-West“ erhalten Interessenten bei einer Online-Veranstaltung am Mittwoch, 21. April. Anmeldung ist im Internet möglich.

» deutsche-glasfaser.de/seligenstadt

(Von Michael Hofmann)

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