SPD-Mann steigt aus

Kandidat Krieger zieht aus persönlichen Gründen zurück

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Streicht die Segel: SDP-Kandidat Jörg Krieger.  

Seligenstadt - Paukenschlag auf der Zielgeraden: Der SPD-Bürgermeisterkandidat Jörg Krieger zieht seine Kandidatur „aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen“ zurück. Die Sozialdemokraten sind damit beim Wahlgang am 12. Juli auf die Zuschauerbänke verdammt. Von Michael Hofmann

Im Verlaufe einer Krisensitzung der SPD-Gremien am gestrigen Donnerstag kündigte der 45-jährige Kommunalpolitiker seinen Ausstieg an und sagte, er werde auch den Ortsvereinsvorsitz zurückgeben. „Betrübt und bestürzt“ informierte eine SPD-Delegation mit dem früheren Bürgermeister Rolf Wenzel sowie Brigitte Kotzmann und Pressesprecherin Doris Globig heute Vormittag die OP-Redaktion. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits alle Stricke durchtrennt: Krieger hatte auf den Parteivorsitz verzichtet, der Ausstieg aus der Kandidatenrunde war im Wahlamt angezeigt worden, die Homepage jörgkrieger.de stillgelegt. Der überraschende Rücktritt Kriegers ist ein schwerer Schlag für die Sozialdemokraten, das ist den drei Vorstandsmitgliedern anzumerken: Der Kandidat alternativlos abgesprungen, denn die Nominierungsfrist ist verstrichen - schlimmer geht‘s kaum für eine Volkspartei.

Nach Kriegers Ausstieg bewerben sich nun noch fünf Kandidaten um die Gunst der Wähler: Claudia Bicherl (CDU), Dr. Daniell Bastian (FDP), Angela Prokoph-Schmitt (CSU-Mitglied in Bayern) sowie die parteilosen Matthias Eiles und Uwe Czupalla.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

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