Kommt die Kooperation ?

Adenauer-Schule: Stadtverordnete fordern sofortigen Ausbau

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Konrad-Adenauer-Schule: Neue Hoffnung nach dem Hearing zum Schulentwicklungsplan.  

Seligenstadt - Nach Jahren der Stagnation ergreift die Stadt Seligenstadt nun die Initiative und fordert den sofortigen Ausbau der Konrad-Adenauer-Schule zur gebundenen Ganztagsschule. Von Michael Hofmann 

Dem entsprechenden Antrag der Dreier-Koalition SPD, FDP und FWS stimmte die Stadtverordnetenversammlung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig und ohne Diskussionen zu.  Mit einem einstimmigen Votum der Stadtverordnetenversammlung bekräftigt die Stadt Seligenstadt ihre Zusage, die Konrad-Adenauer-Schule (KAS) bei deren Wunsch, sich zu einer echten Ganztagsschule (Profil 3) weiterzuentwickeln, „bestmöglich zu unterstützen“. Zu diesem Zweck strebt die Stadt eine gemeinschaftliche Ausbaumaßnahme mit dem Kreis Offenbach an, bei der die Stadt die Kosten für den Betreuungsbereich (Betreuungsräumlichkeiten, Mensa) und der Kreis die Kosten für den schulischen Bereich (Räume für Unterricht, Lehrer, Besprechungen) übernehmen soll. Die Planung soll im neuen Jahr laufen, damit mit der Maßnahme im Jahr 2020 begonnen werden kann. Der Magistrat hat nunmehr den Auftrag, dem Kreis eine Beteiligungszusage abzuringen und eine vertragliche Regelung über die Einzelheiten der Baumaßnahmen zu vereinbaren.

In ihrer Begründung verweist die Stadtverordnetenversammlung darauf, dass sich die KAS seit vielen Jahren um die Weiterentwicklung zur echten Ganztagsschule (Profil 3) bemühe. Trotz stetiger Unterstützung der Stadt, so der Antragstext der Koalition, „scheiterte eine Umsetzung letztendlich immer an den fehlenden Raumkapazitäten und der Bereitschaft des Kreises Offenbach als Schulträger, diese Raumkapazitäten zu schaffen.“ Wie bereits berichtet schöpft die Stadt nach dem öffentlichen Hearing Ostkreis zum neuen Schulentwicklungsplan Hoffnung. Dort sei „erstmals ein Umdenken des Kreises“ erkennbar gewesen. Der Schuldezernent und Landrat Oliver Quilling habe sich in der Replik auf die Forderungen der KAS-Schulleiterin Gudrun Bickert dahingehend geäußert, „dass sich der Kreis engagieren würde, wenn sich die Stadt ebenfalls engagiert.“ Dieses Angebot, so der Seligenstädter Parlamentsantrag, „soll nun von der Stadt verbindlich mit einer finanziellen Beteiligung für den Betreuungsbereich aufgegriffen werden, um den Wunsch der Schule endlich realisieren zu können.“

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Bereits in der Seligenstädter Ausschussrunde hatte Schulleiterin Bickert über die knappe Raumsituation an der Schule berichtet. Demnach fehlen nicht nur Räume für die Mensa, sondern auch weitere Unterrichtsräume. Wenn man die Sprachheilabteilung mitberücksichtige, dann sei die KAS schon heute vierzügig. Ab dem neuen Schuljahr sei mit Fünfzügigkeit zu rechnen, und das verschärfe die Raumsituation für den Unterricht weiter, so die Rektorin. Aber auch die Betreuung sei betroffen, da einer ihrer Räume dann für den Unterricht benötigt werde. Ein weiteres Problem sprach die Schulleiterin ebenfalls an: den Mangel an Grundschullehrern. „Als Ganztagsschule mit dem Profil 3 und einem entsprechenden Raumangebot würde sich die Attraktivität der KAS auf jeden Fall verbessern.“

Die KAS arbeitet seit vielen Jahren nach dem Ganztagsprofil 1, Anträge zur gebundenen Ganztagsschule nach Profil 3 wurden vom Schulamt bisher jedoch nicht genehmigt. Um dies zu erreichen, muss die Schule baulich erweitert werden, denn sowohl die Betreuung, als auch die Mensa, die Unterrichts- und Besprechungsräume und vieles mehr genügen den Anforderungen einer Ganztagsschule nicht.

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