Präsentation im Herbst

TGS-Hallenkomplex nicht sanierungsfähig – Neubau an der Grabenstraße

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TGS-Hallenkomplex an der Grabenstraße: Erhebliche Mängel, nicht sanierungsfähig. 

Seit geraumer Zeit besteht Gewissheit, dass der Hallenkomplex der Turngesellschaft Seligenstadt (TGS) an der Grabenstraße aufgrund seiner erheblichen Mängel nicht sanierungsfähig ist.

Seligenstadt – Ein Neubau in unmittelbarerer Nähe auf dem Jahnsportplatz soll die Raumprobleme des Vereins lösen. Dies ist der Kern der Vorschläge, die Bürgermeister Dr. Daniell Bastian in der TGS-Mitgliederversammlung am Freitagabend im Riesensaal präsentierte.

Neben der Erweiterung der Konrad-Adenauer-Schule (KAS) zur ganztägig arbeitenden Grundschule ist auf dem Gesamtgelände mittelfristig ein zusätzlicher Kindergarten vorgesehen. Wie im städtebaulichen Konzept beschlossen, soll ein Drittel des Jahnsportplatzes als Frischluftschneise und städtischer Grünzug erhalten bleiben. Die restliche Fläche ist nach Bastians Vorstellung für eine Wohnbebauung zur teilweisen Gegenfinanzierung vorgesehen. Bereits im Herbst soll ein erstes Grobkonzept der Öffentlichkeit und den politischen Gremien vorgestellt werden.

Halle der TGS ist etwa 50 Jahre alt – Defizite bei der Brandschutzsicherung

Der Hallenbau des mit rund 2 000 Personen mitgliedsstärksten Vereins der Stadt Seligenstadt ist knapp 50 Jahre alt. Längst zeigen sich die Mängel des maroden Gebäudes. Insbesondere Defizite bei der Brandschutzsicherung wiegen schwer. Deshalb hatte der Verein auch beispielsweise den traditionellen Frühlingsball seiner Tanzsportabteilung kurzfristig absagen müssen. Aber auch Sportturniere fanden zwangsweise in anderen Hallen statt. Aktuell ist die Kegelbahn nicht nutzbar.

Zwölf Abteilungen in der TGS – Innerstädtischer Standort soll behalten werden

Die TGS ist Heimat von zwölf Abteilungen des Breiten- und Leistungssports sowie des TGS-Musikcorps‘ und einer großen Fastnachtsabteilung. Die Fastnachtsveranstaltungen in diesem Jahr konnten nur aufgrund einer Sondergenehmigung stattfinden. Für Bastian war der vom TGS-Vorstand ausdrücklich formulierte Wunsch, einen innerstädtischen Standort zu behalten, Ausschlag seiner Überlegungen. Er fordert den neu gewählten Vorstand auf, mit ihm zusammen an einer zukunftsfähigen und realistischen Umsetzung zu arbeiten. 

„Die Mitglieder der Turngesellschaft brauchen dringend eine funktionstüchtige Sporthalle sowie Proben- und Veranstaltungsräume. Dafür sollten wir uns alle einsetzen. Ich hoffe auf eine große Beteiligung bei der öffentlichen Konzept-Vorstellung im Herbst und auf eine konstruktive Zusammenarbeit von Stadt, Verein, Politik und Bürgerschaft.“

mho

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