„Keine weiteren Verzögerungen“

TGS-Projektteam Hallenneubau: Seit fast vier Jahren intensiv im Gespräch

Städtebauliches Entwicklungskonzept Bleiche und Stadtbereich mit einem Hallenstandort in der Mitte: „Brauchen einen verbindlichen Zeit- und Maßnahmenplan und eine konsequente Umsetzung.“ Skizze: planungsgrUPPE Darmstadt
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Städtebauliches Entwicklungskonzept Bleiche und Stadtbereich mit einem Hallenstandort in der Mitte: „Brauchen einen verbindlichen Zeit- und Maßnahmenplan und eine konsequente Umsetzung.“

„Bei allem Verständnis für weitere Verbesserungsvorschläge: Es darf keine weiteren Verzögerungen mehr geben." Mit diesen Worten fasst Reinhard Kraus, der Verwaltungsratsvorsitzende der Turngesellschaft (TGS) Seligenstadt, das Ergebnis einer Unterredung zusammen.

Seligenstadt – Die Unterredung wurde vom TGS-Projektteam Hallenneubau unter der Leitung von Christian Stegmann mit Bürgermeister Daniell Bastian geführt. „Es geht nicht darum, im Detail Verbesserungen zu diskutieren, auch wenn sie noch so nützlich und sinnvoll sein mögen. Es geht darum, die Weichen zu stellen für die notwendigen Planungsschritte und die Konstituierung des Planungsteams für einen Hallenneubau“, ergänzt Christian Stegmann.

Die TGS hatte um das Gespräch mit dem Rathauschef wegen der Verschiebung des Tagesordnungspunkts „Hallenneubau“ in der jüngsten Stadtverordnetensitzung gebeten. Darum gebeten hatte die CDU-Fraktion, um sich intensiver mit dem Projekt zu befassen und ihre Wünsche einbringen zu können.

Bürgermeister Bastian dazu: „Wir haben volles Verständnis für den Wunsch der TGS nach schneller, konsequenter Umsetzung. Seligenstadt benötigt eine städtische Halle auf dem Jahnsportplatz; Seligenstadt braucht neue, wettkampftaugliche Hallenflächen, um unseren Sportlern und Jugendlichen zeitgemäße Trainings- und Wettkampfbedingungen zur Verfügung zu stellen.“

Stegmann betont, von Anfang an seien alle Parteien zu Gesprächen eingeladen und umfassend über den Handlungsbedarf und die TGS-Vorstellungen zum Neubau informiert worden. „Seit fast vier Jahren sind wir intensiv im Gespräch mit den Fraktionen im Stadtparlament und den Verantwortlichen in der städtischen Verwaltung. Wir brauchen deshalb einen verbindlichen Zeitplan und eine konsequente Umsetzung. Die vorhandenen konzeptionellen Planungen sind ausreichend konkret und bieten genügend Raum für noch entstehende oder gewünschte Verbesserungen. Deshalb sollte die Politik ohne Verzögerung an die Verabschiedung verbindlicher Beschlüsse gehen, um die Grundlage für die nächsten Schritte zu schaffen.“

Der Hallenbau ist zentraler Bestandteil des „Städtebaulichen Entwicklungskonzepts Bleiche und Stadtbereich zwischen Jahnstraße und Steinweg“, das Bastian Mitte Januar mit Stadtplanerin Karin Begher aus Darmstadt im Rathaus vorstellte (wir berichteten). Nach Bastians Ansicht „ein großer Wurf“ mit einer neuen Sporthalle samt Tiefgarage, Geschosswohnungsbau, Verkehrskreisel (kleine und große Variante) an Ellenseestraße/Jahnstraße/Kapellenstraße sowie Erweiterung der Konrad-Adenauer-Schule, einer Kita an der Ecke Jahn-/Grabenstraße und Aufwertung der Bleiche. Der Bürgermeister geht von Kosten zwischen zwölf und 15 Millionen Euro aus, „ein riesiger Kraftakt“. Grünes Licht hat Bastian bereits von seiner Koalition aus SPD, FDP und FWS bekommen. Reaktionen der Oppositionsfraktionen CDU und Grüne stehen noch aus.

Bekanntlich soll das Jahngelände als Hallenstandort erhalten bleiben. Jedoch ist der bauliche Zustand der TGS-Halle an der Grabenstraße so schlecht, dass eine Sanierung unwirtschaftlich ist. Um das Vereinsleben aufrecht zu erhalten und das Angebot zu erweitern, will die Stadt eine städtische Wettkampfhalle versetzt errichten – mit der TGS als Hauptnutzerin; auch andere Vereine kommen in Frage. Die Halle soll eine Tiefgarage haben und in der Nähe des Parkdecks platziert sein.

Zur Finanzierung des Großprojekts zeichnen sich einige Ansätze ab. So will die Turngesellschaft ihr Gelände einbringen; Geschosswohnungsbau soll einen Beitrag leisten; Förderprogramme kommen ebenfalls in Frage. mho

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