„Der Antrag kam zu früh“

Vorerst keine Einschränkungen für Autofahrer

Die Kaiser-Karl-Straße verläuft parallel zur Wolfsstraße. Auch dort sollten die Parkmöglichkeiten erheblich eingeschränkt werden.

Seligenstadt -  Ein zurückgezogener Antrag löste in der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend eine gut 30-minütige Debatte aus. Sie zeigte, dass das Thema Parksituation in Wolfstraße und Kaiser-Karl-Straße längst nicht vom Tisch ist. Von Oliver Signus 

Es hatte sich bereits im Vorfeld angedeutet und dürfte bei zahlreichen betroffenen Zuschauern der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend im Feuerwehrhaus für eine - wenigstens vorläufige - Entspannung gesorgt haben: Der umstrittene Antrag des Magistrats, in der Wolfstraße und der Kaiser-Karl-Straße sogenannte Fahrradschutzstreifen einzurichten und Dutzende Parkplätze zu streichen, ist vorerst vom Tisch. Der Magistrat zog die Drucksache zurück - und löste eine gut 30-minütige Debatte aus.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Steidl fand es „seltsam, wie man damit umgeht“. Der Beschluss der Stadtverordneten vom Juni 2017, „im Bereich zwischen Frankfurter und Würzburger Straße die Parksituation so zu optimieren, dass das Gehewegparken ausgeschlossen ist“, sei mit dem Rückzug des Antrags nicht erledigt. „Wir hätten darüber diskutieren und abstimmen müssen, dann wäre der Antrag erledigt gewesen“, meinte Steidl.

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Fraktionsvorsitzende Natascha Maldener (Grüne) kündigte an, dass ihre Fraktion einen neuen Antrag einbringen werde, Lösungsansätze könnten Anwohnerparken oder eine Radstraße sein. Auch auf einen weiteren Antrag des Magistrats hoffen die Grünen.

Rolf Wenzel (SPD) bemängelte, dass der Antrag zu früh gekommen sei, weil wegen der Baustelle am Seligenstädter Bahnhof im gesamten Bereich weniger Parkplätze zur Verfügung stünden.

FWS-Fraktionsvorsitzender Jürgen Kraft kritisierte Erste Stadträtin Claudia Bicherl als zuständige Dezernentin. „Optimieren wäre anders gegangen, wenn 70 Parkplätze wegfallen, ist das kein Optimieren“, sagte er. Claudia Bicherl, deren Amtszeit in wenigen Wochen endet, bezeichnete es als „starkes Stück und Frechheit, zu behaupten, dass ich schuld sei“. Sie habe immer gesagt, „dass es nicht vernünftig ist, was wir hier beschließen“.

Die irrsten Autofahrer der Welt

Scheibenwischer kaputt?! Mit einer Paketschnur per Handbetrieb war ein Autofahrer bei Regen auf der Autobahn unterwegs.

Petri Heil! Ein toter Walhai wird auf einem Traktor zu einem Fischgroßmarkt in Xiangzhi (China) transportiert. Ein einheimischer Fischer hatte den Walhai aus dem Meer gezogen. Anfangs war der Mann überzeugt, dass ihm ein "Seeungeheuer" ins Netz gegangen wäre. 

Polizei stoppt pinken Opel im "Pozilei"-Design. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie in um 1.30 Uhr am Sonntagmorgen in Hüllerup bei Flensburg einen besonderes Fahrzeug stoppten. Und zwar einen rosafarbenen Opel. Hinter dem Steuer saß eine junge Fahrerin.

Man muss schon sehr genau hinsehen, um zu begreifen, was der 47-Jährige aus Polen alles auf seinen 40-Tonner geladen hat: Auto auf Laster auf Laster auf Laster, also drei Fahrzeuge hatte der Lkw-Fahrer auf- und ineinander geladen. Der Polizei Krefeld fiel das ungewöhnliche Gespann auf, als der Mann gerade dabei war, einen weiteren Transporter auf den Anhänger seines Lastzuges zu laden.

Bei einer Routinekontrolle stoppte die Schweizer Polizei am Montag einen Lastwagen mit drei Laptops im Führerhaus. Was einen normalen Menschen schon am Schreibtisch überfordert, praktizierte der Lasterfahrer ganz selbstverständlich hinterm Steuer auf der Autobahn.

Da die Hecktüren des Transporters trotz der Millimeterarbeit beim Einpacken nicht ganz zugingen, fiel die Ladung einer Streife der Autobahnpolizei auf. Die beiden kasachischen Fahrer hatten einen Mittelklassewagen auf die Seite gelegt und passgenau hochkant in ihren Kleintransporter geschoben.

Zwei junge Autofreaks haben sich im Kreis Vechta mit einem umgebauten Auto der besonderen Art eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Der Auspuff des Wagens ragte vorne aus der Motorhaube. Auch über das selbst gemalte Kennzeichen aus Pappe staunten die Beamten nicht schlecht.

Manchmal muss selbst die Polizei noch staunen: Ein Autofahrer hat in Bremervörde eine Badewanne hinter sich hergezogen. Der Anhänger schlingerte an einem langen Seil hin und her. Funken flogen in alle Richtungen. In der Wanne saß ein Mann mit Motorradhelm.

In Österreich hat es Niko Alm, ein Anhänger der Spaßreligion "Fliegendes Spaghettimonster" mit Nudelsieb auf dem Kopf auf seinen Führerschein geschafft. Er habe gesehen, dass man bei Passfotos ausnahmsweise ein Kopfbedeckung tragen dürfe, wenn diese religiös begründet sei.

Bei einer Kontrolle in Eisenach hat die Polizei einen mit sechs Baumstämmen beladenen Kleinwagen aus dem Verkehr gezogen. Der Fahrer hatte seinen Ford Fiesta mit zweieinhalb Meter langen Stämmen beladen, die weit aus dem Kofferraum herausragten. Die Stämme hatten einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern und die Ladung war nicht gesichert.

Das Wrack eines Pkw Jaguar wird von Tauchern der hessischen Wasserschutzpolizei aus dem Main bei Kelsterbach geborgen.

Bei Vollbremsung Genickbruch: Die Aachener Polizei hat ein höchst riskant beladenes Auto zweier Handwerker in Aachen angehalten. Zwei Stuckateure hatten eine lange Leiter durch den offenen Kofferraum über den Kopf des Beifahrers gelegt und den Hals quasi als Halterung genutzt.

Ist der Fahrer dieses Wagens ein wahrer Einparkkünstler? Urteilen Sie selbst.

Der Mann aus Norwegen war von Polizisten gestoppt worden, als er mit Rollskiern auf der Autobahn unterwegs war, um Benzin für sein liegen gebliebenes Auto zu holen. Nach einer Verwarnung musste der Mann seinen Weg zu Fuß fortsetzen.

Ist dieser Trabi etwa zu überladen?

Unglaublich, was so alles in einen VW Polo (viele denken, das muss doch ein Golf sein) passt. Ein Autofahrer hatte neben seiner Frau eine komplette Couchgarnitur in seinen Wagen gepackt. Doch die Polizei stoppte den Transport. 

Komplett vom Kurs abgekommen ist wohl dieser Autofahrer: Mit einem Jetski an Bord und offener Heckklappe war der Wassersportler auf der Autobahn unterwegs.

Das braungrüne Tarnmuster auf dem Wagen hat wenig genutzt. Eine Streife der Polizeiautobahnstation Südhessen fiel der „Panzer“ sofort ins Auge.

Bei dem kuriosem Gefährt handelte es sich jeoch eigentlich um einen umgebauten Ford Galaxy im Camouflage-Look. Der 26-jährige britische Autobesitzer hatte einen „Geschützturm“ mit passendem Rohr auf das Dach montiert und den Van komplett in Tarnfarben umlackiert. 

Pony auf dem Rücksitz: Die Polizei Koblenz stoppte den ungewöhnlichen Transport.

Mit einer Lichterkette hinter seiner Windschutzscheibe hat ein Autofahrer die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich gezogen. Dazu hatte der Mann noch nachtaktive Nager an Bord. Die Hamster habe der 29-Jährige nicht allein zu Hause lassen wollen.

Susanne Schäfer, Fraktionsvorsitzende der FDP, räumte ebenfalls ein, dass Fehler gemacht wurden. „Wir waren auch der Meinung, dass dort etwas passieren muss.“ Allerdings sei es der falsche Zeitpunkt für den Antrag gewesen. „Der Bahnhof kann das noch nicht auffangen“, betonte sie. Die Verkehrskommission habe mit dem Fahrradstreifen eine Lösung gefunden, denn dann sei ein Parken unmöglich.

Da der Antrag des Magistrats zurückgezogen war, hätte er eigentlich nicht mehr diskutiert werden dürfen. Da es jedoch offensichtlich einigen Redebedarf gab, wurde die Debatte unter dem Punkt Mitteilungen des Magistrats geführt.

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