Merianschule bietet jetzt weitere Bewerbungs-Option an

Seligenstadt: Wie Betriebe Auszubildende finden können

Erläutern in der Merianschule das neue Internet-Tool azubisuche-OF.de: Projektverantwortliche Brigitte Kümbel und Uwe Czupalla von der Kreishandwerkerschaft.
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Erläutern in der Merianschule das neue Internet-Tool azubisuche-OF.de: Projektverantwortliche Brigitte Kümbel und Uwe Czupalla von der Kreishandwerkerschaft.

Bewerbungsunterlagen für Praktikum oder Ausbildungsplatz zusammenstellen, das ist für viele Jugendliche eine Herausforderung. Es kommt auf Inhalt, Layout, Rechtschreibung und Vollständigkeit an. Bei der Suche nach dem Traumberuf soll nun die neue Website azubisuche-OF.de helfen.

Seligenstadt – Der Clou: Der Bewerbungsprozess wird umgedreht. Schüler erstellen ihr Profil, tragen Stärken, Interessen, Praktika, Berufswunsch sowie Kontaktdaten ein und lassen sich von Betrieben, die ausbilden, finden. Wenn ein Profil passt, schickt das Unternehmen eine SMS und hat direkt Kontakt zum Bewerber.

Seit November ist die Seite online, 60 Betriebe aus Stadt und Kreis Offenbach sind registriert. „Wir hatten schon lange die Idee, Jugendliche digital anzusprechen. Corona hat die Umsetzung beschleunigt und hilft hoffentlich, Brücken zu bauen und Kontakte zwischen potenziellen Azubis und Betrieben zu ermöglichen“, sagt Dr. Brigitte Kümbel, Koordinatorin Offenbach-Stadt von „Optimierung lokaler Vermittlungsarbeit Schule-Beruf“ (OloV) und Projektverantwortliche.

Katja Jansen, Konrektorin der Seligenstädter Merianschule, freut sich, dass der Kooperationspartner, die Offenbacher Kreishandwerkerschaft, den Kontakt vermittelt hat. Mit deren Geschäftsführer Uwe Czupalla informiert Kümbel nun Konrektorin Jansen und ihre Schüler über das Tool und seine Anwendung. „Wir werden azubisuche-OF.de ins Berufsorientierungskonzept aufnehmen, können damit unseren Abschlussschülern in Haupt- und Realschule eine weitere Option anbieten.“ Unter den Zehntklässlern gebe es noch Jugendliche, die im August eine Ausbildung beginnen wollen. Die Corona-Pandemie habe konkrete Auswirkungen: „Es gibt viele Betriebe, die ihr Ausbildungsengagement verringern oder im schlimmsten Fall einstellen müssen, während Branchen wie Handwerk oder IT sogar einen Boom erleben.“

Brigitte Kümbel und ihr Team konzentrieren ihre Aktivitäten darauf, weitere Ausbildungsbetriebe für azubisuche-OF.de zu akquirieren und das Portal bei Jugendlichen bekannt zu machen. Das Angebot ist für alle Beteiligten kostenlos, Datensicherheit ist gewährleistet, sagt die Projektleiterin. Daten im Online-Portal würden ausschließlich zum Zweck der Ausbildungsvermittlung genutzt. Nur anerkannte Ausbildungsbetriebe können sich registrieren und über das Tool Auszubildende suchen.

Das Projekt ist aus Mitteln der hessenweiten OloV-Strategie finanziert, um Firmen und Schüler aus Stadt und Kreis beim Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen. Aufgebaut wurde die Plattform über das Jobstarter-Plus-Projekt KUBUS (Kleinunternehmen bilden aus) innerhalb des Übergangsmanagements Schule-Beruf der Stadt Offenbach. Zu erreichen ist die Homepage unter azubisuche-of.de. (mho)

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