Wasserversorgung

Schonende Sanierung in der Altstadt

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Bevor die Bauarbeiter in diesem Teil der Steinheimer Straße aktiv werden, ist zunächst die in Richtung Main führende Schafgasse an der Reihe. Insgesamt soll die Sanierung der Wasserversorgung vom kommenden Montag an bis Ende November dauern.

Seligenstadt - Die Stadtwerke Seligenstadt setzen ihre umfangreiche Sanierung der Wasserversorgungsleitungen fort. Ab der kommenden Woche beginnen Arbeiten in einem Teilbereich der Steinheimer Straße in der Altstadt. 350.000 Euro kostet die Maßnahme.

Im Wirtschaftsplan der Stadtwerke Seligenstadt ist die Sanierung der kompletten Trinkwasserversorgung in der Schafgasse, in der Stadtmühlgasse und in der Steinheimer Straße (hinter den Mauern von Stadtmühlgasse bis Mohrmühlgasse) vorgesehen. Laut Bürgermeister Dr. Daniell Bastian wird mit den Arbeiten am Montag, 20. August, begonnen. Die Kosten gibt der Rathauschef mit 350.000 Euro an. Die komplette Maßnahme wird in zwei Abschnitten ausgeführt. Zunächst werden die Arbeiter in der Schafgasse aktiv. Sie werden den Planungen zufolge für den ersten Teil zwischen fünf und sieben Wochen benötigen. Anschließend ist der zweite Abschnitt mit der Stadtmühlgasse und einem Teil der Steinheimer Straße an der Reihe. Bis Ende November sollen die Leitungen saniert sein.

Die Arbeiten bilden laut Bastian die Fortsetzung der vor zwei Jahren begonnenen Sanierung. Insgesamt sind diesmal Leitungen auf einem rund 250 Meter langen Abschnitt an der Reihe. 2016 wurde die Trinkwasserversorgung in unmittelbarer Nähe (Mohrmühlgasse, Kleine Rathausgasse und Hospitalstraße) modernisiert. Grund für die dringenden Arbeiten sei das Alter der Wasserleitungen. So habe es in der Vergangenheit zahlreiche Rohrbrüche gegeben. Auch „aggressive Bodenverhältnisse“ machen den Wasserleitungen aus Guss zu schaffen, so der Verwaltungschef weiter.

Außerdem weisen die zum großen Teil vor dem Zweiten Weltkrieg verlegten Wasserleitung sogenannte Inkrustierungen (natürliche Mineralien) auf, die sich an der Innenseite der Rohre ablagern und im Laufe der Jahrzehnte den Querschnitt der Wasserleitung verengen. „Somit wird die Leistungsfähigkeit der Wasserleitungen stark eingeschränkt“, betont Bastian. Die nunmehr vorgesehene Sanierung wird im sogenannten Berstlining-Verfahren durchgeführt. Dabei werde das Aufreißen der Pflasterflächen weitgehend vermieden, Kosten würden eingespart, weil Entsorgung und Wiederherstellung wegfielen. Weitere Vorteile seien die geringere und relativ witterungsunabhängige Bauzeit sowie die erheblich geringeren Verkehrseinschränkungen.

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Wegen der bevorstehenden Winterperiode sowie aus den positiven Erfahrungen aus den bereits erledigten Sanierungsmaßnahmen werden die aufgebrochenen Oberflächen zunächst mit einer provisorischen Asphaltschicht wiederhergestellt. Nach dem Winter bzw. bei geeigneter Witterung wird das zwischengelagerte Pflastermaterial im kommenden Frühjahr wieder eingebaut. Mit den betroffenen Anwohnern stehe die Verwaltung in Kontakt, die beauftragte Firma sei bestrebt, die Arbeiten so rasch wie möglich zu erledigen, so der Rathauschef abschließend. (sig)

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